Ehrenburg: Familie Keithahn trägt Nebengebäude der Nienaber’schen Mühle ab

Es tut sich was im Baugebiet

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Abtragen trifft es besser als „Abreißen“: Das Baumaterial soll teilweise wiederverwendet werden.

Ehrenburg - Es tut sich etwas im künftigen Baugebiet der Gemeinde Ehrenburg im „Winkel“ zwischen Hauptstraße und Mühlenweg: Familie Keithahn reißt auf dem insgesamt rund 17800 Quadratmeter großen Areal einen Teil der Gebäude an der Nienaber’schen Mühle ab. „Wir bauen das Wohnhaus und den Schweinestall ab“, teilte Ralph Keithahn auf Anfrage der Redaktion mit. Auch die kleineren Gebäude, etwa der Hühnerstall, sollen verschwinden.

Laut Hans-Jürgen Schumacher zeigten die Schilder am künftigen Baugebiet bereits Wirkung, einige Interessenten erkundigten sich in der benachbarten Volksbank.

„Die Scheune bleibt stehen, wir restaurieren sie mit alten Baustoffen – etwa mit den Steinen, die wir beim Rückbau gewinnen.“ Als die Gemeinde vor einem Jahr das Grundstück von Familie Nienaber erwarb (wir berichteten), hatte das Ehepaar Ralph und Birgit Keithahn, das die nicht weit vom Baugebiet entfernte Parkgaststätte in Harmhausen betreibt, bereit gestanden, den Abschnitt mit den Gebäuden zu übernehmen. Abzüglich der eigentlichen Mühle, die Eigentum der Gemeinde bleibt, und des Wohnhauses, das größtenteils auf Gemeindefläche liegt. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie es in Zukunft weitergehen wird“, erklärt Ralph Keithahn. „Wir wollen die Scheune als Lager nutzen, zum Beispiel für Trailer und Verkaufswagen. Und es ist geplant, dass wir dort ein Wohnhaus bauen – sozusagen als ‚Alterswohnsitz‘, wenn unser Sohn Andi den Gastronomiebetrieb übernimmt.“

Die Gemeinde nahm gern die Möglichkeit wahr, von der Familie Keithahn das Wohnhaus gleich „in einem Abwasch“ mit abreißen zu lassen, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher. Die beiden Schilder an den Straßen, die auf das künftige Baugebiet (Arbeitstitel „Nienaber’sche Mühle“) hinweisen, hätten tatsächlich bereits Wirkung erzielt: „Einige Interessierte hielten bei der benachbarten Volksbank an und erkundigten sich – da war ich erstaunt. Ich selbst wurde auch von jungen Leuten angesprochen, die dort bauen möchten.“ Ob die Gemeinde die Erschließung und Vermarktung mit einem der örtlichen Kreditinstitute als Partner oder selbst realisiert, ist noch nicht entschieden.

In Sachen Bauleitplanung hatte sich zwischenzeitlich herausgestellt, dass ein Lärmimmissionsgutachten erforderlich ist, da die äußeren Grundstücke an einer Seite an der Landesstraße 341 liegen. Schumacher: „Glücklicherweise sagt es aus, dass wir keinen Lärmschutzwall anlegen müssen.“ Ein Vorentwurf für das Baugebiet existiere bereits, „die Ratsmitglieder sprachen sich nach einem Ortstermin für einen etwas anderen Zuschnitt aus. Die Erschließung soll über eine Stichstraße mit Wendehammer erfolgen, als nächstes beschäftigt sich der Verwaltungsausschuss im September weiter mit den Planungen.“ Der Bürgermeister prognostiziert, dass das Bauleitverfahren Anfang 2016, vielleicht auch noch im Winter abgeschlossen ist – dann können Häuslebauer zuschlagen.

Was mit dem Mühlengebäude passiert, sei noch völlig offen. „Da hat im Rat jeder seine eigenen Ideen im Kopf, vom Abriss bis zu kreativen Nutzungsmöglichkeiten. Es hatten sich auch Kaufinteressenten gemeldet.“ Aber, betont Schumacher: „Wir werden da nichts über’s Knie brechen.“

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