Wilhelm und Mariechen Thielemann feiern 60. Hochzeitstag

Ehepaar ist Ehrenburger Urgestein

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Ihre diamantene Hochzeit begingen Mariechen und Wilhelm Thielemann am Mittwoch.

Ehrenburg – Wilhelm und Mariechen Thielemann, geborene Köstermann, gehören zum Ehrenburger „Urgestein“: Sie sind „Hof an Hof“ auf der Heidmännerei aufgewachsen. Familie Thielemann zog 1939 von einem kleinen Häuslingshaus in ein Eigenheim auf die Wesenstedter Riede, das seit der Hochzeit der Eheleute vor 60 Jahren ihr gemeinsames Zuhause ist.

Mariechen Thielemann wurde am 12. August 1933 geboren, Wilhelm Thielemann am 18. September 1932, beide wuchsen in und mit der Landwirtschaft auf. Nach dem Besuch der Schule in Schmalförden (1940 bis 1948) unterstützte die diamantene Braut ihre Eltern: Ihre Mithilfe war gefragt, da ihr Vater krank und ihr Bruder mit schweren Verwundungen aus dem Krieg gekommen war. Parallel absolvierte sie die Hauswirtschaftsschule in Wesenstedt und einen Nähkursus bei „Mutter Kunst“ in Schweringhausen. 1953 ging Mariechen Köstermann für ein Jahr im Sulinger Geschäftshaushalt Windels (später Café Eickhoff) in Stellung.

Die Eltern von Wilhelm Thielemann, Häuslinge bei Kastens, betrieben eine kleine Landwirtschaft. Der diamantene Bräutigam war das zweitälteste von fünf Kindern; am Tag seiner Einschulung bezog seine Familie die Hofstelle auf der Riede. Seine landwirtschaftliche Ausbildung erhielt er auf der Fortbildungsschule in Schmalförden. Unterbrochen von drei Jahren Anstellung als Pferdeknecht in Bassum-Nienhaus war Wilhelm Thielemann auf dem elterlichen Hof beschäftigt und trug mit Nebenjobs bei örtlichen Gewerbetreibenden zum Lebensunterhalt der Familie bei.

20 Jahre nach ihrer Sandkastenbegegnung kreuzten sich die Wege der künftigen Eheleute 1957 beim Ehrenburger Schützenfest. Am 18. September 1959, dem 27. Geburtstag von Wilhelm Thielemann, besiegelten sie vor dem Standesamt und vor dem Traualtar in Schmalförden ihren gemeinsamen Lebensweg.

Im Jahr der Hochzeit stellten sich auch in beruflicher Hinsicht die Weichen neu: Der diamantene Bräutigam erhielt als Milchkontrolleur für 35 Betriebe in der Gemeinde Ehrenburg eine Anstellung beim Milch-Kontrollverein: „Ein Beruf, den ich 45 Jahre lang mit viel Freude ausgeübt habe“, versichert er. Die Nebenerwerbslandwirtschaft gaben die Eheleute im Jahr 1997 auf.

Mariechen und Wilhelm Thielemann sind sehr gesellige Menschen. Sie schätzen den Klönschnack auf der Riede, Abende mit ihrem Kartenclub oder Aktivitäten im Heimatverein Kirchspiel Schmalförden; der Fernseher wird dagegen meistens „geschont“. Wilhelm Thielemann ist außerdem täglich mit seinem Fahrrad in der Feldmark unterwegs

Die Ehejubilare sind dankbar für den engen Zusammenhalt der Familie, zu der in den nächsten Generationen drei Kinder und zwei Enkel gehören. Groß ist ihre Vorfreude auf die bevorstehende Geburt des ersten Urenkelkinds. Ihren Ehrentag begingen Wilhelm und Mariechen Thielemann im großen Kreis von Angehörigen, Nachbarn und Freunden. Auftakt der Feier war die Einsegnung in der Sankt-Nicolai-Kirche in Schmalförden.

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