Ehepaar Dammeyer eröffnet Schwafördener Lebensmittelladen Donnerstag neu

Dorfmarkt zieht ins Gasthaus

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In den neuen Verkaufsräumen: Dörte und Jürgen Dammeyer mit Gemeindedirektor Helmut Denker (von links).

Schwaförden - Emsig ist eine Gruppe gut gelaunter Mitarbeiterinnen am Montag im ehemaligen Gasthaus Strahmann am putzen, aufstellen, einräumen: Das Ehepaar Dammeyer hat das Erdgeschoss des Gebäudes, das die Gemeinde Schwaförden erst im Januar erworben hatte, gemietet, als neuen Standort für ihren „Nah & gut – Schwafördener Dorfmarkt“. Es ist noch einiges zu tun, bevor am Donnerstag eröffnet und mit den Kunden mit einem Gläschen Sekt angestoßen wird. „Das muss klappen“, sagt Jürgen Dammeyer. „Das klappt“, stellt Dörte Dammeyer fest.

Dammeyers, die auch den Mellinghäuser Dorfmarkt betreiben, übernahmen das Lebensmittelgeschäft an der Poststraße vor zwei Jahren von Patrick Warneke, der es seinerseits ein Jahr zuvor von seiner Tante Erika Lübke übernommen hatte. „Wir wollten uns verändern“, formuliert Dörte Dammeyer, warum sich das Ehepaar bei Bürgermeister Wilfried Schlichte erkundigt hatte, ob das Objekt zu mieten sei: „Die Lage hier ist besser, die Räume etwas großflächiger.“ Zwar stünden mit rund 140 Quadratmetern im Erdgeschoss (für Verkaufsfläche, Lager, Sozialraum und Toiletten) lediglich zehn Quadratmeter mehr als zuvor zur Verfügung, aber der Zuschnitt ermögliche ein anderes Regalsystem, in dem mehr Ware Platz findet, erläutert Jürgen Dammeyer, „das haben wir jetzt gebraucht gekauft.“ Bis zur Eröffnung soll ein neuer Automat einsatzbereit sein, „damit man hier auch einen Kaffee trinken oder mitnehmen kann.“ Das Heißgetränk ließe sich gut mit einigen der Produkte der Sulinger Bäckerei und Konditorei Voss-Döring kombinieren, die im Schwafördener Dorfmarkt erhältlich sind. „Eine Idee wäre, im Sommer draußen Sitzgelegenheiten anzubieten“, überlegt Jürgen Dammeyer. Der Verkaufswagen von Voss-Döring ist sonntagmorgens in Schwaförden, künftig am neuen Standort des Lebensmittelgeschäftes. Der „Nah & gut – Schwafördener Dorfmarkt“ ist montags bis samstags von 6 bis 12 Uhr, nachmittags am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Umbaumaßnahmen im ehemaligen Gasthaus blieben überschaubar: Eine Wand wurde eingezogen, an der Elektrik gearbeitet, eine Brandschutztür im Keller eingebaut, im rückwärtigen Bereich gibt es jetzt ein Rampe für die Warenanlieferung, zählt Gemeindedirektor Helmut Denker auf, „und am Eingang eine Rampe für barrierefreien Zugang. Der Handlauf dazu kommt noch.“ Rund 10000 Euro habe die Gemeinde investiert, nicht eingerechnet der Abriss des alten Kühlhauses, der mittlerweile erfolgt ist. Der grüne Metallzaun, der die Rasenfläche neben dem ehemaligen Gasthaus bislang umgab, ist größtenteils entfernt. Was Denker nicht unbedingt als Aufforderung zum dort Parken verstanden wissen möchte, „Stellplätze gibt es hier ja auch so reichlich.“ Derzeit ist keine Nutzung des Obergeschosses geplant.

Die Vermietung des Objektes, das die Gemeinde sich ohne konkrete Verwendungspläne „gesichert“ hatte, sieht Helmut Denker positiv: „Die Alternative wäre vielleicht gewesen, kein Lebensmittelgeschäft mehr im Ort zu haben.“ Es klingt durch, dass die Miete moderat ist. Der Gemeindedirektor dankt Bürgermeister Wilfried Schlichte schmunzelnd für dessen Einsatz als „Oberbauleiter“. Dammeyers stimmen gern ein: „Er war oft hier, hat sich um alles gekümmert.“

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