Gemeinde Schwaförden plant noch ein neues Baugebiet

Dorfplatznutzung soll gesichert sein

Dorfgemeinschaftshaus, Schießstand und zentraler Platz für die öffentlichen Feste der Schwafördener Dorfgemeinschaft: Das soll auch so erhalten bleiben, nachdem auf dem angrenzenden Areal ein Neubau (auf dem Grundstück, auf dem die Bäume wachsen) entstanden ist.
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Dorfgemeinschaftshaus, Schießstand und zentraler Platz für die öffentlichen Feste der Schwafördener Dorfgemeinschaft: Das soll auch so erhalten bleiben, nachdem auf dem angrenzenden Areal ein Neubau (auf dem Grundstück, auf dem die Bäume wachsen) entstanden ist.

Schwaförden – Dreieinhalb Hektar Bauland, aufgeteilt in gut 30 Baugrundstücke unter dem Namen „Im Südfeld“: Die letzten Verträge stehen kurz vor der Unterzeichnung, dann, ja dann müssen die nächsten viereinhalb Hektar Bauland vorbereitet werden für Bauwillige. „Da gibt es bereits Nachfragen“, erklärt Schwafördens Bürgermeister Gerd Göbberd, warum die Gemeinde in diesem Jahr bereits Geld in Hand genommen und Bauerwartungsland erstanden hat.

Wie viele Bauplätze das neue Areal ergibt und wie teuer der erschlossene Quadratmeter wird – das kann Göbberd noch nicht sagen. Nur so viel: „Es werden mehr als 50 Euro sein.“ Was daran liegt, dass die Gemeinde das Land, anders als die Fläche „Im Südfeld“, erst kaufen musste.

Die Details rund um den Haushaltsplan 2022 hatte der Schwafördener Rat (Ratsfrau Silvia Meyer-Blietschau fehlte) vor dem öffentlichen Teil der Sitzung am Mittwochabend durch Kämmerer Svend Kafemann erläutert bekommen. Und dabei erfreut zur Kenntnis nehmen können, dass trotz des Grundstückserwerbs in diesem Jahr noch eine sehr große Rücklage vorhanden ist. Weitere Erlöse in Höhe von 381. 700 Euro erwartet die Gemeinde aus dem Verkauf der Baugrundstücke „Im Südfeld“. Die Gemeinde hatte sie in eigener Regie vermarktet.

Im Haushaltsplan 2022 stehen Erträgen im Ergebnishaushalt in Höhe von 1.899 .600 Euro Aufwendungen in Höhe von 1 .566 .200 Euro gegenüber – das ergibt einen Überschuss in Höhe von 333. 400 Euro. Auch im Finanzhaushalt ein positiver Abschluss: 1 .831 .100 Euro an Einzahlungen, 1. 801 .000 Euro an Auszahlungen sind hier veranschlagt.

Den Einnahmen aus dem Verkauf der Grundstücke stehen „nur“ Ausgaben in Höhe von 21 .800 Euro als investive Maßnahmen gegenüber. 16 .200 Euro als jährlicher Anteil der Gemeinde am Breitbandausbau, 3. 100 Euro als Zuschuss zum Spielplatz „Mückenstich“ (der Zuschuss wurde in einem gesonderten Tagesordnungspunkt einstimmig gewährt) und 2 500 Euro für eine Schaukel auf dem Spielplatz in Mallinghausen. Die Steuersätze bleiben unverändert (350 vom Hundert für die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer).

Diese Eckdaten hatte Gemeindedirektor Helmut Denker dem Rat und den zehn Zuschauern im Dorfgemeinschaftshaus präsentiert, das Zahlenwerk wurde einstimmig genehmigt.

Der Spielplatz am Sportplatz „Mückenstich“ wird aber nicht nur die Schaukel und die Wippe erhalten, die der TSV Schwaförden dort aufstellen möchte. Bürgermeister Gerd Göbberd regte an, ob nicht ein Waldkinderspielplatz eine Option wäre. Das kam bei den Zuhörern gut an. Unter ihnen auch Dr. Christine Lund, deren Ehemann TSV-Chef ist. Zusammen mit der Forstverwaltungen sollen Möglichkeiten erörtert werden.

Gleichberechtigt

Einstimmig erfolgte auch der formelle Beschluss, dass die beiden Stellvertreter von Bürgermeister Gerd Göbberd, Bernd Bolte und Rolf Imholze, gleichberechtigte Stellvertreter sind.

Eine Ergänzungssatzung für ein Bauvorhaben „Am Marktplatz“ wurde gefasst. Wie berichtet, soll hier ein Neubau erfolgen. Das Grundstück an der Ecke Dorfstraße /Am Marktplatz hat einige baurechtliche Besonderheiten. Etwa die, dass der nördliche Teil im Außenbereich gelegen ist. „Die Baulücke an der Straße und der sich anschließende Geltungsbereich gehören zu einem seit langem unbebauten Grundstück, das in der Gemeinde die Bedeutung einer innerörtlichen Grünfläche hatte“, heißt es in den offiziellen Unterlagen.

Und warum hier gebaut werden darf: „Die Mitgliedsgemeinde Schwaförden sieht hier die Möglichkeit einer baulichen Entwicklung, die der städtebaulichen Situation angemessen ist.“ Die baurechtliche Untersuchung umfasste ein Immissionsgutachten und die Anregungen und Bedenken öffentlicher Träger. Für die Gemeinde Schwaförden allerdings entscheidend ist, dass der nebenan gelegene Dorfplatz mit dem Dorfgemeinschaftshaus inklusive Schießstand nicht in die Schusslinie gerät. Soll heißen: Die Gemeinde wollte festgelegt haben, dass hier weiterhin die örtlichen Feste, wenn sie denn wieder gefeiert werden können, stattfinden dürfen. Auch das Dorfgemeinschaftshaus, das für Feiern und Feste vermietet wird, soll weiterhin genau dies ermöglichen.

„Der Schießstand ist auf dem neuesten Stand“, erklärte Bürgermeister Gerd Göbberd. Der Kleinkaliberstand indes sei nicht überdacht und wenn die Schießtermine des Schützenvereins wieder stattfinden können, werde jeder Schuss ein durchaus hörbares „Pling“ bedeuten. Die Ergänzungssatzung regelt, dass Feste auch künftig gefeiert werden können – eine Auflage für die Bauherren.

Von Sylvia Wendt

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