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Schwaförden: Dorfplatz ist nun Sache des Rates

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Von: Sylvia Wendt

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Thema Gestaltung: Der grüne Zaun am Dorfgemeinschaftshaus soll bleiben, auf der Grünfläche sollen Bäume gepflanzt werden. Die frisch eingesäte Rasenfläche ist abgesperrt, damit sie nicht als zusätzlicher Parkraum genutzt wird. Der Dorfplatz in Schwaförden beschäftigte erneut den Gemeinderat.
Thema Gestaltung: Der grüne Zaun am Dorfgemeinschaftshaus soll bleiben, auf der Grünfläche sollen Bäume gepflanzt werden. Die frisch eingesäte Rasenfläche ist abgesperrt, damit sie nicht als zusätzlicher Parkraum genutzt wird. Der Dorfplatz in Schwaförden beschäftigte erneut den Gemeinderat. © S. Wendt

Schwaförden – Die Gestaltung des Parkplatzes im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses und des Dorfmarktes in Schwaförden koordiniert nun der Gemeinderat. Ratsherr Klaus Köppen, auch Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins Schwaförden, berichtete in der Ratssitzung am Dienstagabend, dass sich der Verein nicht in der Lage sehe, zeitnah eine Umgestaltung vorzunehmen.

Somit sei die Gestaltung offen, aber: Der Verein habe ja einen Vorschlag gemacht und biete Optionen. Etwa einen überdachten Pavillon, weitere Laternen zur besseren Beleuchtung des Areals sowie Anpflanzungen. Besonders Bepflanzungen seien wichtig, denn es habe sich gezeigt, dass Autofahrer sich auf die frisch eingesäte Rasenfläche stellen, wenn der Bereich zeitgleich von vielen genutzt wird. Bürgermeister Gerd Göbberd merkte an, dass es sinnvoller sei, Bäume zu pflanzen, statt einen Zaun zu ziehen oder Feldsteine zu platzieren. Laut Klaus Köppen habe man sich im Verein Gedanken gemacht – aber in Bezug auf die Gestaltung des Areals sei die Planung komplex, „da kommt einiges zusammen, auch an Kosten, und wir haben kein Budget“. Außerdem seien die Heimatpfleger zu wenige Leute, sagt Köppen. Der Rat verfüge über mehr Hintergrundwissen – und ein Budget.

Zig offene Fragen in Schwaförden: Pavillon? Bäume? Wenn ja, welche?

Für eine E-Lade-Station und einen Pavillon müsse man vorab Kosten ermitteln, forderte Dieter Logemann. Und wollte wissen, welche Art Anpflanzungen geplant ist, denn die müssten pflegeleicht sein. „Wer pflegt die?“, wollte er wissen und schlug hochstämmige Pflanzen vor, „damit man gut darunter den Rasen mähen kann.“ Und wenn eine Hütte gebaut werde, dann sei wahrscheinlich eine Zuwegung notwendig – die müsse gepflastert werden, koste Geld. „Wir müssen uns um das ganze Bild kümmern. Es würde dem Dorf gut stehen. Uns ist dieser Platz wichtig, er ist zentral im Ort“, erinnerte Andre Hillmann an die Bedeutung des Platzes. Rolf Imholze mahnte, nicht mit einer zu komplexen Planung zu beginnen: „Es muss nicht alles gleich perfekt sein. Wir sollten aber anfangen, denn es sieht genau hier im Ortskern wild aus.“

Matthias Gäbe schlug vor, die örtlichen Vereine mit an den Tisch zu holen, um Ideen zu sammeln – zumal auch Arbeit anfallen würde...

Gerd Göbberd erinnerte, dass der Rat im September 2021 beschlossen hat, den jetzt aufgestellten Zaun nicht zu entfernen. Ein Trio mit ihm, Meike Zum Vohrde und Klaus Köppen (die drei hatten sich gemeldet) will sich mit der Auswahl der Bäume beschäftigen – nicht nur für den Parkplatz in der Dorfmitte, sondern auch für den Weg zum Friedhof.

Göbberd erinnerte daran, dass das Thema Dorfplatzgestaltung seit einem Jahr in den jeweiligen Räten auf der Tagesordnung stehe. Wenn die Bäume ausgesucht sind, könnte in einer samstäglichen Gemeinschaftsaktion ein knappes Dutzend Bäume gepflanzt werden. Die müssten dann entsprechend gegossen werden.

Allerdings gab Göbberd angesichts der Planungen zu bedenken: „Die Gemeinde schwimmt nicht in Geld.“ Und wolle auch nicht 30.000 bis 40. 000 Euro für die Gestaltung des Dorfplatzes ausgeben. Der Rat votierte mit sechs Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen (es fehlten an diesem Abend entschuldigt Silvia Meyer-Blietschau und Michael Spohrmann) für diesen ersten Schritt.

Dass Handeln gefragt ist, machte ein Einwohner in der anschließenden Fragestunde deutlich: Durch zahlreiche Radtouren wisse er, dass in vielen Ortschaften nicht eben eingeladen wird, zu rasten. Der Schwafördener Bürger wurde konkret: „Am Dorfteich in Schwaförden können wir anhalten und pausieren – aber dort sind keine öffentlichen Toiletten. Am Dorfgemeinschaftshaus könnten wird Toiletten nutzen, aber auf dem benachbarten Dorfplatz gibt es keine Möglichkeit zu rasten. Könnte man das nicht irgendwie koordinieren?“

Am Ortsbild arbeitet derweil der Heimatverein natürlich weiter: Laut Klaus Köppen werden nach und nach die maroden Bänke ersetzt, einige seien bereits aufgestellt, weitere sollen folgen. „Die an der Volksbank auch?“, wurde Köppen gefragt. „Ja, und an der Birken- und Schützenstraße ebenfalls.“ Ob Luftpumpe oder Ladestation: Hier solle nachgefragt werden, ob auf dem Parkplatz oder am Gasthaus Standorte angeboten werden können – vielleicht mag das ja jemand sponsern, hieß es aus den Reihen des Rates.

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