Rat nimmt weitere Projekte ins Visier

Dorferneuerung in Sudwalde: Radler-Ecke am Fritz-Tepe-Platz

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Eine Ecke speziell für Fahrrad-Ausflügler – mit Sitzgelegenheiten, der Luft-Tankstelle, die dafür noch ein paar Meter verschoben wird und einer Ladestation für E-Bikes – soll am Fritz-Tepe-Platz auf der Fläche entstehen, die jetzt noch Bodendecker einnehmen.

Sudwalde - Mit weiteren Projekten seitens der Gemeinde, die im Rahmen der bis Ende 2020 verlängerten Dorferneuerung in Sudwalde realisiert werden könnten, beschäftigten sich die Mitglieder des Gemeinderates in ihrer jüngsten Sitzung. Am konkretesten mit einem, für das aller Voraussicht nach gar keine Fördergelder beantragt werden: Eine „Fahrrad-Abteilung“ am Fritz-Tepe-Platz wird wohl aus Bordmitteln realisiert.

Es geht um die Fläche an der Ecke Mallinghäuser Straße/Schützenstraße, auf der derzeit noch Bodendecker wachsen. Die sollen verschwinden, erläuterte Bürgermeister Rainer Klusmann, stattdessen möchte man für Sitzgelegenheiten sorgen, die jetzt neben dem Schaukasten platzierte und vom Landkreis Diepholz gestiftete „Luft-Tankstelle“ einige Meter näher heranrücken – und die E-Bike-Ladestation, gesponsert vom Energieversorger „innogy“, auf diesem Platz aufbauen. Die Ladestation liege bereits bei ihm in der Garage, teilte Klusmann mit. Ursprünglich war geplant, sie am Heuerlingshaus aufzubauen, das bekanntlich im Obergeschoss Übernachtungsmöglichkeiten vorhält, die vor allem für Fahrradtouristen gedacht sind. Heimatvereinsvorsitzender Bernd Stubbemann habe ihm allerdings versichert, dass die meisten Fahrradausflügler per Auto anreisen, die Parkflächen des Fritz-Tepe-Platzes nutzen und sich dort in Sattel schwingen.

Aus dem vom Arbeitskreis Dorferneuerung erarbeiteten – und mittlerweile recht betagten – Maßnahmenkatalog wählten die Ratsmitglieder drei Projekte aus, für die das begleitende Planungsbüro Sudau und Partner aus Osnabrück aktuelle Kostenschätzungen als Grundlage für die weitere Beratung liefern soll. Bei der Staatshäuser Ortsstraße, die von der Mislershäuser Straße bis zur letzten Zufahrt der drei Anlieger rund 380 Meter lang ist, geht es um die Erneuerung der gepflasterten Fahrbahn (ursprüngliche Kostenschätzung: 80.500 Euro). Die sei dem Arbeitskreis und dem Rat damals wichtig gewesen – „und jetzt sind wir zehn Jahre weiter“, merkte Ratsherr Heinrich Meineke an. Die Kosten (vor Jahren auf circa 120.000 Euro geschätzt) werden auch für die „Umgestaltung der Tepestraße“ ermittelt, die im Ortskern die Affinghäuser mit der Mallinghäuser Straße verbindet: Auch hier steht im Mittelpunkt, die Straßenpflasterung zu erneuern. Den maroden Regenwasserkanal in Angriff zu nehmen, sei seinerzeit allerdings nicht eingepreist worden, „jetzt werden bestimmt 300.000 Euro dabei herauskommen“, vermutete Ratsherr Reinhard Müller.

Beim Projekt „Kirchenbereich/Kriegerdenkmal“ (ursprüngliche Kostenschätzung: etwa 150.000 Euro) war unter anderem die Sanierung der Treppe zum Weltkriegsmahnmal (Stufen und Geländer), aber auch die Neugestaltung der Wege, der Beleuchtung, der Oberflächenentwässerung angedacht. Der Bereich steht in Eigentum der Kirche, stellte Bürgermeister Klusmann fest, der Kirchenvorstand plane auch, hier „das eine oder andere“ in Angriff zu nehmen. Da ein Zuschuss seitens der Gemeinde Sudwalde wahrscheinlich und eine Abstimmung, etwa im Zusammenhang mit der Gestaltung der Tepestraße, erforderlich scheint, soll auch in diesem Fall das Planungsbüro aktuelle Kosten ermitteln. 

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