Dorferneuerung: Gemeinde Affinghausen hofft auf Mittel für Sanierung 2016

Daumen drücken für Feldstraße

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Die Sanierung der Bürgermeister-Kohröde-Straße ist bislang das einzige geförderte Projekt der Gemeinde.

Affinghausen - Der Startschuss für die Dorferneuerung in Affinghausen fiel mit der Bürgerversammlung im Frühjahr 2009. Von den Ideen für Projekte der Gemeinde, die der damals gebildete Arbeitskreis sammelte, wurde bislang lediglich eine mit Zuschüssen umgesetzt, die Sanierung der Bürgermeister-Kohröde-Straße. Was hofft die Gemeinde im nun von Ende dieses Jahres bis zum 31. Dezember 2020 verlängerten Förderzeitraum realisieren zu können?

„Wir werden für 2016 Fördermittel für die Sanierung der Feldstraße beantragen“, kündigt Bürgermeister Jürgen Köberlein an. Anträge können erst im kommenden Jahr, müssen dann aber bis zum 15. Februar beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Sulingen gestellt werden. Fließt kein Zuschuss, ist die Maßnahme nicht umsetzbar: „Die Kosten belaufen sich auf rund 200000 Euro – das könnte die Gemeinde nicht im Alleingang stemmen.“ Also heißt es Daumen drücken für einen Bewilligungsbescheid. Vorgesehen ist, die Straße neu zu pflastern und im Seitenraum für die Oberflächenentwässerung zu sorgen, etwa durch Sickermulden. Köberlein: „Es ist kein Graben in Reichweite, den wir dafür nutzen könnten.“ Die Variante, die Straße zu asphaltieren, wäre zwar insgesamt kostengünstiger, „aber nach den Richtlinien der Dorferneuerung nicht förderfähig – so müsste die Gemeinde unter dem Strich deutlich mehr bezahlen.“

Bei der Sanierung der Bürgermeister-Kohröde-Straße belief sich das Kostenvolumen für den Unterbau, die Pflasterung und zwei neue Regenwasserkanäle auf knapp 148000 Euro, die Anlieger wurden mit 3000 Euro pro Partei beteiligt. An Dorferneuerungsmitteln flossen rund 68000 Euro – „also weniger als 50 Prozent der nachgewiesenen Nettokosten. Das liegt daran, dass das Land im Vorfeld Vorgaben macht, was zum Beispiel die Bauleitung kosten darf“, erläutert stellvertretender Gemeindedirektor Achim Hollmann. „Fallen höhere Kosten an, wirkt sich das nicht auf die Förderung aus.“

Mittlerweile gelten neue „Spielregeln“ für die Bezuschussung öffentlicher Maßnahmen: Der Förderanteil bezieht sich jetzt auf die Bruttokosten, deckt also auch einen Teil der Mehrwertsteuer ab. Und es wird der Einkommenssteueranteil einer Kommune berücksichtigt – das bedeutet für Affinghausen, dass 66 Prozent der Kosten aus Dorferneuerungsmitteln gedeckt werden können. „Es ist vorgesehen, auch für den Ausbau der Feldstraße einen Anliegerbeitrag von 3000 Euro zu erheben. Nach den alten Regeln wären es wohl rund 5000 Euro geworden“, verdeutlicht Achim Hollmann den Effekt.

Im Antrag, den Förderzeitraum zu verlängern, hatte die Gemeinde auch die Sanierung von Teilstücken des Amselweges und der Bergstraße als vordringliche Vorhaben mit genannt. Und die Dacherneuerung für das Jugend- und Sporthaus. „Aber das liegt im Moment in sehr weiter Ferne“, betont Jürgen Köberlein. „Die Feldstraße hat oberste Priorität.“

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