Gemeinschaftsaktion

Affinghausen kauft sich einen Defibrillator

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Peter Strauß, Walter Delekat, Heino Bensemann, Volker Stüttgen (Schützenverein), Heinrich Friedrichs (SoVD), Carmen Barmbold (Spielmannszug), Bürgermeister Jürgen Köberlein, Ute Köberlein (DRK) und Harald Wehrenberg mit dem neuen Defibrillator.

Affinghausen - Das erste Sparschwein war bereits beim Osterfeuer prall gefüllt – und jetzt liegen die benötigten 1400 Euro vor: Ein Dorf kauft sich einen Defibrillator, heißt es in Affinghausen. Stationiert ist er in der Bäckerei Delekat.

Eine von außen zugängliche Platzierung wäre auch schön, würde aber weitere 500 Euro kosten, denn der Defibrillator müsste in einem beheizten Kasten platziert werden. Doch auch in der Bäckerei Delekat ist das lebensrettende Gerät schnell zu erreichen: Die Bäcker fangen früh an in der Backstube, dazu kommen die Geschäftsstunden: „Hier ist dreiviertel des Tages jemand anzutreffen“, erklärt Heino Bensemann. 

Zweiter Defibrillator im Ort 

Der Ortsbrandmeister in Affinghausen hatte den Ball ins Rollen gebracht, einen AED, einen automatischen externen Defibrillator, für Affinghausen anzuschaffen. Aufgenommen hatte diesen Ball dann Lehr-Rettungsassistent Peter Strauß. Dieser neue Defibrillator ist nicht der erste in Affinghausen: Einen zweiten fände man im Gasthaus der Familie Bensemann.

Der Defibrillator, der jetzt an der Bäckerei Delekat stationiert wird, bekomme damit einen zentralen Standort, sagt Heino Bensemann. Gegenüber vom Sportplatz, mittig im Ort, ergänzt Harald Wehrenberg vom FC AS Hachetal. Die Sportler, der SoVD Sudwalde-Affinghausen, die Kameradschaft ehemaliger Soldaten, der Schützenverein, der Spielmannszug und der DRK-Ortsverein Affinghausen haben in ihren Vereinen für die Anschaffung des Gerätes geworben, aber auch Sparschweine, die im Ort aufgestellt waren, brachten den Betrag zusammen. „Ein Dank gilt allen Spendern“, heißt es seitens der Vorstände, die sich jetzt zur offiziellen Übergabe an Walter Delekat trafen. Die Dorfgemeinschaft habe zusammengearbeitet und einen „herzsicheren Standort“ etabliert.

Sprachanweisungen helfen dem Helfer

Ein kleines Schild an der Straßenlampe in Höhe der Bäckerei zeigt diesen „Defi-Standort“ an. Das grün-weiße Schild ist auch im Schaufenster der Bäckerei deutlich zu sehen. Wie man das Gerät bedient, erzählt es einem im Ernstfall. Sobald das Gerät aktiviert ist, erhält der Helfer Sprachanweisungen, da es sich um einen sogenannten Laiendefibrillator handelt.

Damit aber die Handhabung jeder Interessierte lernen kann, bietet Peter Strauß Informationskurse an, kostenlos. Geplant sind sie für 22. August, 26. September und 17. Oktober, dienstags, um 19.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Sollten mehr Interessierte teilnehmen wollen, wird Peter Strauß weitere Kurse (Dauer: etwa 45 bis 60 Minuten) anbieten. Strauß sagt, dass jeder Laie das Gerät sofort benutzen könne – die Kurse dienen dazu, die Hemmschwelle für potenzielle Helfer zu mindern. Der „AED“ verfügt über eine Batterie, die nach Herstellerangaben vier Jahre läuft, eine Garantie über acht Jahre besitzt. Im Ernstfall zähle jede Sekunde – und daher sind Walter Delekat und seine Familie, sollte das Geschäft geschlossen sein, unter Telefon 04247/264 oder 04247/970049 zu erreichen. 

sis

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