Jubelpaar feiert Diamantene Hochzeit

Ehepaar Krawczynski aus Ehrenburg: Urlaub zu Hause unter Palmen

Gisela und Kazimierz Krawczynski aus Ehrenburg.
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Gisela und Kazimierz Krawczynski aus Ehrenburg feiern ihre Diamantene Hochzeit.

Ehrenburg – „Gisela ist seit 60 Jahren meine Sekretärin und Chefin“, scherzt Kazimierz Krawczynski mit Blick auf seine „diamantene“ Braut. Auch wenn die geplante große Feier ihres Ehrentages coronabedingt nicht stattfinden kann: Ihren Humor und ihre Lebensfreude haben sich die Ehejubilare bewahrt.

Sie haben fast alle Länder der Erde bereist und an vielen Orten für kurze oder längere Zeit gewohnt, ihre Heimat haben die Eheleute in Ehrenburg gefunden, wo sie 1978 mit ihren Kindern Christian, Anja und René ein eigenes Haus im Neubaugebiet „Zickzackhausen“ bezogen: Eine gute Entscheidung, sagen sie heute – auch wegen der netten Nachbarschaft, die gewissermaßen zur Familie gehört.

Gisela Krawczynski, geborene Habraschka, wurde am 26. Oktober 1940 im oberschlesischen Rokittnitz geboren. Ihre Schulausbildung auf dem pädagogischen Lyzeum in Hindenburg konnte sie aufgrund einer kurzfristig erteilten Ausreisegenehmigung nicht beenden. Über Mühlhausen (Thüringen) kam sie Ostern 1957 nach Essen. Ein Jahr lang arbeitete sie in den Opti-Werken, wurde dann Sekretärin in einer polnischen Pfarrei. Ende 1959 lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, der sich ebenso wie sie ehrenamtlich in der Freizeitbetreuung von Kindern polnischer Emigranten engagierte.

Kennenlernen in der Jugendarbeit

Kazimierz Krawczynski kam am 4. Februar 1929 in Golina (Polen) zur Welt. Nach dem Abitur in Jarocin und dem Abschluss eines sechsjährigen Philosophie-, Theologie- und Pädagogik-Studiums in Posen nahm er seine Lehrtätigkeit auf. 1958 setzte er sein Philosophiestudium im französischen Lille fort.

Hochzeit feierten die Eheleute am 6. April 1961. Ihre erste Station war Gelsenkirchen, 1962 lebten und arbeiteten sie für knapp anderthalb Jahre in Paris. Ab 1964 war Kazimierz Krawczynski für sechs Jahre für die deutsch-französische Ölgesellschaft Defrol tätig – zuletzt als stellvertretender Leiter der Filiale in Hannover. 1970 wurde er hauptamtlicher Sachbearbeiter für polnische Spätaussiedler beim Caritasverband Hannover. Gisela Krawczynski erwarb im Bischöflichen Generalvikariat in Hildesheim mit der „Missio canonica“ die Unterrichtsbefähigung für katholische Religion an Grund- und Hauptschulen. 1977 legte sie die staatliche Prüfung als Übersetzerin ab.

Seit 1978 in Ehrenburg ansässig

Ihrem heutigen Lebensmittelpunkt kam die Familie 1974 durch die Anstellung von Kazimierz Krawczynski am Sulinger Gymnasium als Lehrer für Latein und katholische Religion ein Stückchen näher. Die bewegte berufliche Tätigkeit der Eheleute setzte sich fort: Gisela Krawczynski, die in Barsinghausen und Wagenfeld im Schuldienst gewesen war, wechselte an das Bildungswerk der DAG Hannover und übernahm außerdem Übersetzungsarbeiten für Behörden. Die drei Jahre vor dem Eintritt in den Ruhestand war sie im Sulinger Bauverein in der Seniorenbetreuung tätig. Der diamantene Bräutigam absolvierte seine letzten 16 Berufsjahre an der Bassumer Grundschule. Nebenbei waren beide Eheleute Dozenten an der Kreisvolkshochschule. Gisela Krawczynski engagierte sich 22 Jahre im Vorstand des Ortsvereins des SoVD, davon 14 Jahre als Vorsitzende. 1984 war sie Königin der Schützenmonarchie Ehrenburg.

Gesundheitsbedingt treten Gisela und Kazimierz Krawczynski inzwischen etwas kürzer und freuen sich über viele schöne Erinnerungen an „Tanzen und Reisen“, ihre größten Steckenpferde. Ihr „Paradies“ ist ihr eigener Garten mit Palmen und Koi-Teich, in dem sie Urlaubsatmosphäre genießen. Die Feier ihres hohen Ehejubiläums mit Kindern, Schwiegerkindern und Enkel Justus werden sie nachholen. So bald wie möglich.

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