Rat bittet Heimatpfleger um Konzept

Schwaförden: Der Zaun bleibt

Das Dorfgemeinschaftshaus in Schwaförden
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Das Dorfgemeinschaftshaus in Schwaförden

Schwaförden – Der Zaun bleibt. So lautet der Beschluss des Gemeinderates Schwaförden, der unter Bürgermeister Wilfried Schlichte am Mittwochabend kaum fünf Meter entfernt von besagtem Gebilde tagte. Und nein, es kommt auch kein Sichtschutz auf der Südseite der Container auf dem Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus.

Das Areal soll gestaltet werden, doch wie? Es ist ein öffentlicher Bereich und so soll die Nutzung eigentlich nicht beschränkt werden. Aber letztlich, so die Argumentation der Pro-Zaun-Gruppe, bleibe der Bereich rund um das Dorfgemeinschaftshaus, weil eingezäunt, verschont, wenn Altglasentsorger den Container verfehlen. Was immer mal vorkommt, weswegen der Zaun einst überhaupt aufgebaut wurde.

Im Pachtvertrag für das Dorfgemeinschaftshaus gibt es zudem keinen Passus, der dem Pächter aufbürdet, jenes nicht fachgerecht entsorgte Altglas auf dem gesamten Grundstück einzusammeln. Und solch einen Passus wird es wohl auch in Zukunft nicht geben.

Der Antrag, den Zaun abzubauen, wurde mit neun Ja-Stimmen und einer Gegenstimme abgelehnt.

Der Zaun allerdings hat auch Gegner innerhalb der Bürgerschaft, die den Entschluss des Rates daher mit Unmutbekundungen begleiteten.

Der Schwafördener Rat indes hat sich entschieden, dem Heimat- und Verschönerungsverein Schwaförden die Konzeption zu überlassen – und verbindet damit auch die Hoffnung, dass die Heimatpfleger künftig ein Auge auf den Bereich haben. Angedacht seien eine Sitzbank, Bäume, eine Fahrradtankstelle: Eine Raststelle solle es sein, geschützt, ähnlich wie die Einrichtung in Sudwalde. Die Gemeinde wolle die Kosten schultern.

Was auch bleibt in Schwaförden, ist die eingeschossige Bauweise im Baugebiet „Westerkämpe“. Das besteht seit 1981 und damals wurde festgelegt, dass „die zulässige Anzahl von Wohnungen in Wohngebäuden in den festgesetzten allgemeinen Wohngebieten auf höchstens zwei Wohnungen pro Baugrundstück beschränkt“ ist.

Zum wiederholten Male wurde dem Rat eine Planung für ein Mehrfamilienhaus vorgelegt, erneut mit vier Wohneinheiten. Und erneut hat der Rat es abgelehnt, einstimmig erfolgte der Beschluss am Mittwoch.

Die Idee des Rates, Baugebiete zu schaffen, in denen jeder Bauherr seine Wünsche vom Eigenheim verwirklichen kann, führt in Einzelfälle zu solch individueller Planung, die sich nicht wirklich harmonisch in die Umgebung einfügt. Genannt wurde ein Beispiel im neueren Baugebiet „Südfeld“. Für das Baugebiet „Westerkämpe“ solle der „Einfamilienhaus-Charakter“ beibehalten werden. Im Baugebiet Südfeld wiederum sei das zweigeschossige Bauen erlaubt. Entstanden seien dadurch eine Vielzahl sogenannter „Mallorca-Villen“.

Weiterer einstimmiger Beschluss am Mittwochabend: Für das Haushaltsjahr 2013 wurde Gemeindedirektor Helmut Denker Entlastung erteilt – das Rechnungsergebnis wurde jetzt vorgelegt und es gab seitens des Rechnungsprüfungsamtes keinerlei Bedenken.

Denker nutzte die öffentliche Sitzung, dem DRK-Ortsverein Schwaförden mit Vorsitzender Anke Logemann an der Spitze zu danken: „Sie und ihr Team haben die sechs Termine für das dezentrale Impfen der Bürgerinnen und Bürger über 70 Jahren in der Samtgemeinde Schwaförden mitbegleitet.“ Dabei seien über 700 Menschen geimpft worden.

Ratsfrau Silvia Meyer-Blietschau kündigte an, dass demnächst auf dem Parkplatz des Rathauses ein öffentlicher Bücherschrank aufgestellt werde.

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