„Mitfahrbank“ für mehr Mobilität

Ehrenburg: Daumen hoch (oder runter) fürs Ziel

Mehr Mobilität soll den Ehrenburgern die „Mitfahrbank“ ermöglichen – am „Ziel-Schild“: Hartmut Löhmann, Marco Löhmann, Gerhard Rath und Ludger Ebenthal, Leiter der Volksbankfiliale Schmalförden (von links).
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Mehr Mobilität soll den Ehrenburgern die „Mitfahrbank“ ermöglichen – am „Ziel-Schild“: Hartmut Löhmann, Marco Löhmann, Gerhard Rath und Ludger Ebenthal, Leiter der Volksbankfiliale Schmalförden (von links).

Ehrenburg – Die Möglichkeiten des Öffentlichen Personennahverkehrs sind in der Gemeinde Ehrenburg beschränkt. Mit dem Konzept „Mitfahrbank“ ist das Angebot an Mobilität seit Montagnachmittag um eine Facette reicher.

„Die Idee stand schon längere Zeit im Raum, heute setzen wir sie um“, erklären Hartmut Löhmann und Gerhard Rath, während sie per Schaufel das Loch für den Pfosten ausheben, an dem die Beschilderung angebracht wird. Im Rahmen ihrer Ausbildung zu Dorfmoderatoren hatten sie von positiven Erfahrungen aus anderen Flächengemeinden gehört: „Nicht nur Jugendliche und Senioren kommen gern auf die Möglichkeit zurück.“

Seit Mitte der 2010er-Jahre werden in deutschen Städten und Gemeinden zunehmend Mitfahrbänke aufgestellt, bundesweit inzwischen an rund 300 Standorten. Gründe sind die bessere Vernetzung von Ortsteilen untereinander und deren Anbindung an die Mittelzentren. Diese Art der Mobilität ist ressourcenschonend, ermöglicht den Nutzern soziale Teilhabe und eröffnet nicht zuletzt einen interessanten „Begegnungsraum“.

Gerhard Rath und Hartmut Löhmann haben die Bank auf dem Parkplatz Volksbank/Dorfmarkt ausgewählt. Das Prinzip: Wer unter dem Schild Platz nimmt, signalisiert, dass er auf eine spontane, kostenlose Mitfahrgelegenheit im Auto zu einem bestimmten Ziel hofft. Nach Absprache mit den Dorfmoderatoren hat Marco Löhmann ein Schild hergestellt, an dem per verschiebbarem „Anhalter-Daumen“ die Ziele Twistringen, Bassum, Sulingen, Diepholz und Schwaförden angezeigt werden können.

„Wir freuen uns, dass die Volksbank grünes Licht für unser Projekt gegeben hat und wir die vorhandene Sitzbank nutzen dürfen“, sagt Gerhard Rath. Der Platz an der Ehrenburger Hauptstraße in der Ortsmitte ist ideal, da er gut einsehbar ist und Haltemöglichkeiten bietet. Dadurch, dass keine Bank angeschafft werden musste, sind die Kosten für das „Experiment Mitfahrbank“ minimal.

Die Initiatoren hoffen, dass das Angebot von potenziellen Nutzern und Unterstützern gut angenommen wird. Hartmut Löhmann: „Wir glauben, dass es Bedarf gibt und setzen darauf, dass sich die Sache herumspricht.“

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