Eva von Danwitz-Nageler bietet Unterricht für Reiter „ab dem Pampers-Alter“

„Möchte familiären Betrieb“

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Eva von Danwitz-Nageler und ihr Ehemann Sascha Nageler mit Bella, Peppy und Blacky.

Heideloh - „Ich möchte einen kleinen, familiären Betrieb haben“, nennt Eva von Danwitz-Nageler ihre Philosophie für die Ausbildung von Reitern – speziell auch schon kleine, „ab dem Pampers-Alter“ – und Pferden. Der Aufbau der „Reitanlage Heideloh“ auf einem Resthof im gleichnamigen Ehrenburger Ortsteil, den sie und Ehemann Sascha Nageler im vergangenen Jahr bezogen, ist fast komplett, jetzt beginnt die 30-Jährige, ihre Angebote in der Region bekannt zu machen.

Die Trainerin C, Bereiterin FN sowie ausgebildete Tierheilpraktikerin stammt aus Wülfrath, wo sie die Reitanlage ihrer Eltern leitete, bis es sie nach Twistringen-Rüssen verschlug. „Wegen ihm“, deutet Sie lachend auf ihren Mann. Sascha Nageler (34) arbeitet im Außendienst für die Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen Mitte. Auf dem Hof seiner Eltern sollte eigentlich die Reitanlage entstehen. „Das ging dann doch nicht, und wir haben uns viele Resthöfe angeguckt – marode, teils ohne fließend Wasser – bis mir ein Kollege von diesem erzählt hat“, berichtet Sascha Nageler. Eine Scheune auf dem Zwei-Hektar-Grundstück baute das Paar bereits zu Pferdeställen um, eine weitere steht noch auf dem Zettel.

Eva von Danwitz-Nageler hatte bereits in Rüssen mit dem Unterricht begonnen, betreut derzeit zwei Reitgruppen, eine Mutter-und-Kind-Gruppe, gibt aber auch Einzelunterricht. Sie nimmt Pferde zur Ausbildung und Turniervorstellung an, möchte eine Voltigiergruppe aufbauen.

13 Perde haben auf der Reitanlage Heideloh aktuell ihre Heimat: Rentner Pico (21), mit dem Eva von Danwitz-Nageler viele Turniererfolge bis zur S-Klasse errungen hat, drei Pferde in der Ausbildung (von denen zwei Picos Nachfolge antreten sollen), zwei Zuchtstuten, ein Jährling, drei Shetlandponys – und drei Tinker. Tinker? „Das sind ganz ruhige gelassene Pferde, sehr pflegeleicht im Umgang“, erklärt Eva von Danwitz Nageler. „Sehr gut geeignet auch für kleine Kinder, die finden die lange Mähne, die man flechten kann, und die Puschelfüße einfach klasse.“ Die Rasse stammt aus Irland, wo mit Beginn der Wirtschaftskrise viele der Tinker ausgesetzt wurden. Ehrenamtliche Organisationen versuchen, sie vor der Tötung durch staatliche Stellen zu bewahren. „Wir nehmen demnächst zwei der Pferde auf. Wenn es gut funktioniert, werden wir vielleicht mehr von ihnen in Deutschland in gute Hände vermitteln.“

ab

www.reitanlage-heideloh.de

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