„Celtic meets Cajun“ beim Konzert von KulturGut Ehrenburg und umzu

Von Kilt bis Mardi Gras

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„Crest of Gordon“: Erst musizierten sie selbst, dann ging es auf die Tanzfläche, beim Auftritt von „Cochon bleu“.

Schmalförden - Celtic und Cajun, Schottenkilts und 70er-Jahre-Klamotte, Gänsehaut-Feeling und Tanzschweiß: ungewöhnliche Kombinationen, die zusammenpassen – das stellten die Akteure des Konzertabends im Gasthaus Kastens am Samstagabend eindrücklich unter Beweis.

KulturGut Ehrenburg und umzu hatte in Kooperation mit dem „Parmmoor-Clan“ einen Abend organisiert, der in punkto Musik und Publikumspräferenz unterschiedlicher nicht sein konnte. Den Auftakt machte die Pipeband „Crest of Gordon“: Pünktlich um 20 Uhr marschierten die Musiker durch ein Fackelspalier des „Parmmoor-Clan“ in den großen Saal ein.

Unter der Leitung von Pipemajor Robin Davies und Leading-Drummer Christoph Finger boten die 30 Piper and Drummer in wechselnder Besetzung Märsche und Tänze. „Wir haben hier fast ein Heimspiel“, erklärte Robin Davies: „Wir kommen aus dem Bremer Umland, aber der Sitz unseres Vereins ist Twistringen.“

„Crest of Gordon“ begeisterte die zahlreich erschienenen Fans und überzeugte auch Nicht-Eingeweihte sowohl optisch als auch akustisch. Premiere feierten die Freizeit-Schotten mit Stücken aus eigener Feder: Neben Dudelsäcken (Davies: „Tote Tiere mit drei Beinen“) und Drums boten sie Arrangements mit Schlagzeug, Bass, Gitarre, Geige und Gesang. Ex-Pipemajor Viktor Besch (Gesang) hatte einige Stücke für diese Besetzung komponiert.

Daneben durften die Klassiker nicht fehlen, etwa die Hymnen „Amazing Grace“, „Scotland the Brave“ oder „Highland Cathedral“. Beim letzten erfüllte „Crest of Gordon“ ihrem Dudelsack-Lehrer Rory Grossart, der zum vergangenen Wochenende aus dem schottischen Kilmarnock angereist war, einen Traum: Er durfte beim Abschiedsstück „Auld Lang Syne“ die Basstrommel schlagen.

Mit „La Danse de Mardi Gras“ läutete die Groninger Band „Cochon bleu“ das Kontrastprogramm ein. Mit geballter guter Laune und einer witzigen, energiegeladenen Performance lockten Jeroen de Jong und die Brüder Hette, Henk und André Gubbels das Publikum schon beim ihrem ersten Stück auf die Tanzfläche. Aus Cajun, Americana mit französischem Einschlag, haben sie im Laufe der letzten 20 Jahre ihren eigenen Stil entwickelt.

"Celtic meets Cajun" in Schmalförden 

Von „Cochon bleu“ ging eine unglaubliche Motivationskraft aus. Ob schnelle Two-Steps und Stomps oder langsame Walzer: Das Gros des Publikums fand sich im Laufe des Konzerts auf der Tanzfläche wieder. Auch die Mitglieder der Pipeband „Crest of Gordon“ feierten richtig ab. Sie ließen die Schottenkilts wehen, holten ihre Percussion-Instrumente und spielten mit – vor und sporadisch auch auf der Bühne.

„Wir freuen uns, dass unser Konzept aufgegangen ist“, sagte KulturGut-Sprecher Bernd Kramer im Anschluss an das Konzert, das bis in die frühen Morgenstunden dauerte.

„One last song?“: Die Frage von Henk Gubbels wurde zum „Running Gag“, der die Musiker und ihr Publikum bis zur „Sperrstunde“ begleitete.

mks

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