„Café International“: Begegnung und Nachhilfe in Sachen Müllentsorgung

„Jetzt haben wir's verstanden“

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Abfallsortierung: Was wo hinein gehört, wurde in Schmalförden erklärt.

Schmalförden - „Nachhilfeunterricht“ in Sachen Mülltrennung erhielten am Freitagnachmittag die Besucher des „Cafés International“, eines regelmäßigen Begegnungsangebots für Flüchtlinge, ehrenamtliche Asylbegleiter und interessierte Gäste. Gastgeber waren die evangelische Kirchengemeinde Schmalförden und die Ehrenamtlichen vor Ort. Auf Wunsch aus der Mitte der Flüchtlinge stand das Thema „Müll“ im Mittelpunkt des Nachmittags. Die Frage, „warum es so viele Mülltonnen gibt und welches System hinter der Sortierung steckt“, hatte Katja Schröder an Matthias Kühnling von der AbfallWirtschaftsGesellschaft (AWG) Bassum weitergegeben. Der Öffentlichkeitsbeauftragte der AWG lud die Gäste zum „Sortier-Spiel“ ein: Diese ordneten die zurechtgelegten Abfälle den entsprechenden Tonnen zu. Eier- und Kartoffelschalen kommen in die Biotonne, benutzte Papiertaschentücher werden in der Restmülltonne entsorgt, recycelbare Verpackungen aus Plastik oder Aluminium und Einweg-Plastikflaschen gehören in den Wertstoffsack, Energiesparlampen und ausgediente Elektrogeräte gelten als Sondermüll. Kommen Batterien in die schwarze Tonne? Falsch, das ist Sondermüll! Und Babywindeln? Nein, nicht in den gelben Sack, sondern in den Restmüll!

„Deutschland hat so gut wie keine Rohstoffe, daher betreiben wir intensives Recycling“, erklärte Kühnling. Aus den fast 50000 Tonnen Bio- und Grünabfällen, die jährlich in privaten Haushalten anfallenden, wird Energie gewonnen: Wärmeenergie für das Krankenhaus Bassum und Strom für viele Tausend Haushalte. Insgesamt werden 67,5 Prozent aller Abfälle der Wiederverwertung zugeführt. Nadia Zinnecker und Iwan Sazirovic übersetzten die Ausführungen von Kühnling ins Arabische und ins Serbische. „Jetzt haben wir's verstanden“, sagten Mahmoud Difiallah und Huner Rauf Ismail. Sie waren nicht die einzigen, die am Freitagnachmittag ein „Aha-Erlebnis“ hatten.

„Das ist eine schöne entspannte Atmosphäre“, sagte Klaus Gröne mit Blick auf die Gesprächsrunden an allen Tischen und den vielen Kindern, die sich in der Spielecke eingerichtet hatten. Pastorin Silke Kuck hatte die rund 90 Gäste aus Ehrenburg, Schwaförden und Sudwalde im Namen der Gastgeber zum dritten „Café International“ willkommen geheißen. Das Gemeindehaus habe für Einheimische und Gäste aus aller Herren Länder stets offene Türen, betonte sie.

Für die AWG war die „Schulung“ eine Premiere. „Das war mein erster Einsatz dieser Art, aber sicher nicht der letzte“, sagte Matthias Kühnling: „Der Informationsbedarf scheint groß zu sein.“

mks

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