72 Kinder betroffen

Brechdurchfall überschattet Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Sudwalde

Sudwalde - Von Anke Seidel. Aufatmen im Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager in Sudwalde: Nachdem es am Dienstag in einem der Zeltdörfer zu einer ungewöhnlichen Häufung von Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen gekommen war, prüfte das Gesundheitsamt am Mittwochvormittag die Lage – und entschied in Absprache mit dem Landesgesundheitsamt, dass die Großveranstaltung mit rund 1.900 Kindern, Jugendlichen und Betreuern wie geplant weiter laufen kann.

Insgesamt 72 Kinder waren im Laufe des Dienstags nach Hause geschickt worden. Einige hatten am Morgen über die Beschwerden geklagt, andere am Nachmittag oder Abend. Eine Infektion über das Essen schließt die Lagerleitung aus. „Betroffen ist ja nur eine minimale Zahl der Teilnehmer“, so Matthias Thom als Pressesprecher der Kreisfeuerwehr. Sie verfügt auf dem Zeltlagergelände sowohl über eine Ärztin als auch Rettungssanitäter.

Mit Tagesgästen seien mehr als 2.000 Menschen vor Ort. Außerdem seien die Beschwerden zu ganz unterschiedlichen Zeiten aufgetreten. „Wir vermuten eine Tröpfchen-Infektion“, so der Pressesprecher. Die genaue Ursache ist unklar. Mitarbeiter des Veterinäramtes nahmen die für solche Fälle zurückgestellten Essensproben mit zur Untersuchung.

Vor Ort war am Mittwochmorgen auch Kreisrat Jens-Hermann Kleine. „Die Lage ist derzeit stabil. Wir haben keine weiteren Fälle mehr gehabt“, stellte er fest.

Schon am Dienstagvormittag, nach dem Auftreten der ersten Fälle, hatte die Kreisfeuerwehr die Hygienemaßnahmen im Zeltlager verschärft und neuralgische Stellen flächendeckend desinfiziert – wie Sanitärbereiche, Festzelt, Küche, Essensausgabe, Spülmobil und alle Kontaktbereiche, „wo viele Hände viele Dinge anfassen“.

Diese Maßnahmen laufen weiter – das hat auch das Gesundheitsamt zur Bedingung für die Fortsetzung des Zeltlagers gemacht. Über die Jugendbetreuer stehe die Feuerwehr im direkten Kontakt mit den Eltern der erkrankten Kinder, so Matthias Thom. „Von einigen haben wir die Rückmeldung bekommen, dass ihre Kinder wieder gesund sind“, erklärte er abschließend.

Rubriklistenbild: © Köhnken

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