Abenteuer-Angebot für Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren in Hahnhorst

Biwak in der Wildnis

Das Wildniscamp ist für Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren gedacht. - Foto: Kurth-Schumacher

Hahnhorst - „Ein bisschen traurig sind wir schon, dass wir nicht im Wald übernachten dürfen“, sagen Janina, Kira, Sophia und Madita. Nachdem am Samstag Nachmittag dunkle Gewitterwolken aufgezogen waren, hatten sich die Organisatorinnen des Wildnis-Camps für eine Abenteuerübernachtung in der „Light-Version“ entschieden.

Karina Rosendahl (JoZZ Sulingen), Claudia Möllenkamp (Jugendhaus Twistringen), Andrea Schattner (Jugendtreff „NoMoor“, Stuhr-Moordeich) und Sara Appelhagen (Jugendhaus Brinkum) vom Arbeitskreis für Mädchenpädagogik im Landkreis Diepholz sowie Jessica Damast, Försterin für Waldpädagogik und Umweltbildung (Waldpädagogikzentrum Hahnhorst) planten kurzerhand um.

„Wir sind alle enttäuscht, dass wir unseren Plan nicht durchziehen können wie gedacht, aber die Sicherheit geht vor“, sagte Karina Rosendahl. Die 30 Mädchen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren hatten am Freitag ihre Zelte im Arboretum des Waldpädagogikzentrums aufgeschlagen. Für die Übernachtung in der Wildnis am Samstag war alles vorbereitet: Auf einer kleinen Lichtung im Wald hatten die Mädchen Biwaks gebaut, auch eine „Küchenzeile“, ein Materiallager und eine Komposttoilette waren entstanden. „Die Mädchen waren erfinderisch“, lobten die Organisatorinnen den Einfallsreichtum ihrer Schützlinge. Messerblock, Küchenrollen-Halter und Besen hatten sie aus Naturmaterialien selbst hergestellt.

Obwohl das Wildnis-Camp anders abgelaufen war als geplant, hatten die Mädchen ihren Spaß. Die Organisatorinnen boten unter anderem Bogenschießen und das Herstellen von Naturschmuck an – von Langeweile keine Spur. Die Kinder kamen bei „Brennpeter“, beim Feuer machen oder beim Toben ordentlich ins Schwitzen. „Ich weiß eins: Am Sonntag werde ich fett duschen“, nahm sich eine Teilnehmerin vor.

Auch auf das Kochen in freier Natur mussten die Kinder nicht verzichten: Die Gruppe nutzte den Lagerfeuerplatz am Waldpädagogikzentrum Hahnstr.. Die „Küchengruppe“ schnippelte Pilze, Paprika, Zwiebeln, Zucchini und Möhrchen für die Gemüsepfanne und bereitete den Teil für die Fladenbrote vor – beide Komponenten der „Calzone“ wurden auf dem Lagerfeuer gegart. Frisches Obst zum Nachtisch hatte Heike Teerling (Bioladen „Likedeeler“ in Sulingen) gespendet.

Wildnis-Camp in Hahnhorst

Im Arbeitskreis für Mädchenpädagogik bündeln die Mitarbeiterinnen der Jugendtreffs im Landkreis Diepholz ihre Kräfte.

Für ihre Zielgruppe halten sie gemeinsam unterschiedliche Aktionen vor. Neben dem Wildnis-Camp, das jetzt schon zum dritten Mal auf der Liste stand, organisieren sie regelmäßig ein- und mehrtägige Angebote wie Workshops, Wellness-Tage oder Kanutouren.

Für die Übernachtung in Hahnhorst hatten sie sogar eine Warteliste geführt. - mks

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