Berliner Künstler Uwe Sennert stellt in der Galerie „ab-heute.net“ aus: Spiel mit Worten und Bedeutung

Installationen und Bilder: „SENnF“ in Sudwalde

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Maskierte sich für das Pressefoto: Uwe Sennert.

Sudwalde - Von Gerhard Kropf. Am Samstag wurde in der „Galerie ab-heute.net“ in Sudwalde die Ausstellung „SENnF“ eröffnet. Hinter diesem etwas seltsam anmutenden Titel steht der Berliner Künstler Uwe Sennert, der bis zum 11. Januar 2016 Zeichnungen und Installationsfotografien zeigt.

Die abgelichteten Zusammenstellungen hat Sennert zum größten Teil an einer Wand in seiner Wohnung im Berliner Stadtteil Wedding erarbeitet. Sie sind teils auf die Wand gemalt und zum anderen Teil aus unterschiedlichen Gegenständen und Materialien gefertigt, wobei auch Bauschaum, Sperrholz, Spanplatten, Tuch oder Gips verwendet werden. Diese Installationsteile werden später abgenommen und, wenn die Wand eine neue Installation erhält, auch gelegentlich wiederverwendet. Bilder aus Sennerts Installationen wurden schon als große Kekse nachgebacken und als „SENNCAKES“ bei einer Vernissage verzehrt. Die Fotografien zeigen, dass Sennert manchmal einen Monitor in seine Werke einbaut. Auch in Sudwalde in der Galerie hat Sennert einen Monitor aufgestellt und zeigt in seinem Videofilm „Schwarzer Strich“ Werke aus dem Jahre 2013. Auch wenn Sennert der Fotografie durchaus zugetan ist, zeigt er sein Gesicht höchst ungern auf Fotos in Zeitungen, und so legte er für das Pressefoto flugs seine Maske an. Mit Saxofonmusik untermalte Horst Bellmer die Vernissage, die Dietmar Meisel mit einigen Daten aus der Vita des Künstlers einleitete. Der 1964 geborene Uwe Sennert studierte von 1983 bis 1990 an den Hochschulen für bildende Künste in Frankfurt und in Hamburg. Er erhielt diverse Kunstpreise und Stipendien und lebt heute in Berlin. Seine großräumigen Arbeiten, so Meisel, entspringen einer sehr persönlichen Mythologie, er experimentiert darin mit Worten und ihrer Bedeutung, was in Sennerts Lesung seiner Gedichte deutlich wurde. Er schreibt die Texte, die er zum Teil in seinen Installationen verwendet, in Großbuchstaben, denn er will seine Botschaft hinausschreien, sozusagen als „lesende Trompete“. Seine abstrakten Zeichnungen, in denen der Betrachter manchmal Gegenstände erkennen oder erahnen kann, sind „Worte, die durch Wände gehen“. In vielen Begriffen spielt der Künstler mit seinem Namen: So sind seine Figuren „SENNsationell, seine Gedichte „SENNreich“, manche Menschen sind „SENNil“, und der aus der „SENNEstadt“ stammende Sennert ist dort nicht geboren, hat dort auch nie gewohnt. Sein tatsächlicher Geburtsort liegt, wie er verriet, in Hessen..

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