Bands „Tatsch daun“ und „Frontbeat“ begeistern am Samstagabend 200 Konzertgäste in Schmalförden

Auch Thekensteher greifen zur Luftgitarre

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„Tatsch daun“ drehten auf und flugs füllte sich Tanzfläche.

Schmalförden - Schon beim zweiten Stück wurde es eng auf der Tanzfläche: Die Rockband „Tatsch daun“ aus Ostfriesland war vom ersten Moment „präsent“ und gut drauf – und das Publikum auch. Hans-Jürgen Schumacher hatte die „Freunde der Rockmusik und der Tanzerei“ am Samstagabend im Namen von „KulturGut Ehrenburg und umzu“ begrüßt. 200 Gäste sorgten für ein buntes Bild in Kastens’ großem Saal in Schmalförden, rund die Hälfte von ihnen im Dauer-Tanzeinsatz.

Seit zehn Jahren sind Horst-Dieter Husemann (Rhythmusgitarre, Gesang), Ernest „Ernie“ Brenscheidt (Keybord, Gitarre, Gesang), Martin Gross (Bass, Gesang), Klaus Bühner (Sologitarre) und Diddy Kraume (Schlagzeug, Gesang) gern gesehene Gäste im Gasthaus Kastens. Mit dem „original sound“ der tanzbaren Hits der Beat- und Rock-Ära aus den letzten sechs Jahrzehnten haben sie sich in Schmalförden eine große Fangemeinde erarbeitet. Ihr Markenzeichen: treibende Rhythmen, rockige Gitarrenriffs und sauberer, vierstimmiger Harmoniegesang.

Auch nach 40 Jahren Bühnenerfahrung zeigen die Vollblutmusiker keine Ermüdungserscheinung. Die Motivation der Ostfriesen ist ungebrochen – ebenso wie die des Publikums, das bereitwillig den Background-Rhythmus gab oder wie „anno dazumal“ die Tanzfläche rockte. Selbst notorische „Thekensteher“ ließen sich im Laufe des vierstündigen Konzerts dazu hinreißen, die vielköpfige Luftgitarrenband zu verstärken.

„Frontbeat“ meisterten den Job als Opener mit Bravour.

Die Schülerband „Frontbeat“ (Gymnasium Sulingen) meisterte den schwierigen Job als Opener mit Bravour. Die elf Musiker(-innen), die in wechselnder Besetzung auf der Bühne standen, präsentierten große Rocksongs in frischem Gewand und begeisterten damit nicht nur ihren eigenen Fanclub. „Die trauen sich. Und sie können“, hieß das Lob aus dem Publikum. Bemerkenswert waren der powervolle Auftritt der Frontfrauen Rike Bornemann, Johanna Quade, Celine Peter und Lea Spitzer sowie der druckvolle Bandsound, den Jasper Lüschow und Lilith Tretau (Piano), Alexander Klinker, Felix Segelhorst und Andrej Denisow (Gitarre), Henrik Pache (Bass) und Lasse Corus (Drums) ihren Instrumenten entlockten.

Die Auswahl der Stücke von Police über David Bowie bis zu den „Red Hot Chili Peppers“ war die perfekte Einstimmung auf den Oldie-Tanzabend. Auch die Gymnasiasten hatten Spaß: „Wir freuen uns über die Gelegenheit, hier zu spielen“, sagte Lasse Corus. „Im Grunde genommen ist das hier das vorletzte Konzert unserer Abschiedstournee – einige von uns sind im nächsten Schuljahr nicht mehr dabei.“

„Wir sind nicht bange: Der Nachwuchs steht“, sagte Frontsänger Horst-Dieter Husemann („Tatsch Daun“). Und dann griffen die Altmeister in die Saiten und gaben mit „Needles and pins“ (The Searchers) den Startschuss für „Rock around the clock“.

mks

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