Das Leben ist ein Ponyhof

Auf der Ballermann-Ranch von Gut Aiderbichl ziehen die ersten Tiere ein

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Frechdachs Fridolin hat die anstrengende Fahrt gut überstanden.

Blockwinkel – Von Frauke Albrecht. Ein bisschen Ballermann-Prominenz durfte am Donnerstag beim Einzug der ersten Pferde auf dem niedersächsischen Gnadenhof Gut Aiderbichl in Blockwinkel nicht fehlen. Denn auch wenn André und Anette Engelhardt ihre Ranch im Wert von 1,5 Millionen Euro an Gut Aiderbichl verschenkt haben, so bleibt doch der Name Ballermann-Ranch.

Dieser beziehungsweise die Marke Ballermann soll nicht nur den jetzigen, sondern auch den künftigen Bewohnern des Gnadenhofes den Unterhalt sichern. Und so waren nicht nur viele Blockwinkler und Aiderbichler gekommen, sondern auch zwei Prominente, die am Ballermann singen: Schäfer Heinrich und Autohändler Dragan.

Aufs Singen verzichteten die beiden, standen aber gerne für Fotos und Interviews zur Verfügung und nahmen ihre Patenkinder in Augenschein. Insgesamt elf Ponys haben auf der Ranch ein neues Zuhause gefunden. Darunter der einjährige Fridolin und seine Bande. Die Aiderbichler haben die Shetland-Ponys vor dem Schlachter retten können.

Elf Stunden Transport auf der Autobahn

Der Aiderbichler Andre  Engelhardt sowie Dieter Ehrengruber freuen sich über die Neuankömmlinge.

„Das passiert leider häufig, gerade ganz junge Ponys, deren Papiere nicht einwandfrei sind, landen beim Abdecker“, berichtet Eva Zach, Pferdewirtin auf Gut Aiderbichl. Die junge Frau hat mit weiteren Helfern den Transport begleitet – elf Stunden auf der Autobahn.

Trotz der Strapazen machte Fridolin einen äußerst munteren Eindruck. „Er ist jung, verspielt und hat vor gar nichts Angst“, so Zach. Als hätte es Fridolin gehört, stupste er einen kleinen Jungen am Arm und zog ihm die Mütze vom Kopf. Grund zur Freude hat er, denn Fridolin & Co. dürfen bis zum Ende ihres Lebens auf Gut Aiderbichl bleiben. „Ponys können 30 bis 35 Jahre alt werden. Die Tiere werden uns also mit Sicherheit überleben“, sagt André Engelhardt und fügt hinzu: „Das Leben ist ein Ponyhof auf Gut Aiderbichl.“

Engelhardts verwirklichen Lebenstraum

Genau das sei der Grund, warum er und seine Frau sich für die Stiftung entschieden haben. Die beiden haben sich mit der Ballermann-Ranch einen Lebenstraum verwirklicht. Sie unterstützen seit Jahren den Tierschutz, haben selbst acht Pferde, zwei Esel und fünf Hunde. Das soll erhalten bleiben – und wachsen. „Unsere Tochter will die Anlage nicht. Sie hat ein eigenes Leben.“ 

Anette Engelhardt freut sich auf das Leben mit den Tieren.

Was also tun mit dem Anwesen? So kam die Idee, die schuldenfreie Ranch zu verschenken. Als langjährige Paten der Aiderbichl-Stiftung kannten Engelhardts die Tierschützer. „Wir haben lange in Bayern gewohnt und zu Weihnachten immer Weihnachten auf Gut Aiderbichl geschaut“, verriet Engelhardt am Donnerstag.

2018 begannen die Verhandlungen, seit dem 1. Januar gehört die Ranch zu Gut Aiderbichl. Engelhardts bleiben ehrenamtliche Verwalter und werden weiterhin ihre Einnahmen in die Ranch stecken. „So macht das Investieren endlich wieder Spaß. Wir wissen, dass es sich lohnt.“ Geplant ist ein Stallanbau.

Erster Gnadenhof in Niedersachsen

„Wir haben viel Glück gehabt im Leben, und das Glück wollen wir jetzt an die Tiere weitergeben“, so Engelhardt. Das können die Vierbeiner gut gebrauchen, denn wie Aiderbichl-Geschäftsführer Dieter Ehrengruber berichtet, gehen täglich 100 Anfragen bei den Tierschützern ein – Tiere in Not suchen eine Heimat. 

Tiere ziehen auf die Ballermann-Ranch

 © Heinfried Husmann
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„Wir brauchen Menschen, die sich etwas trauen, die Visionen haben und diese umsetzen.“ Die Schenkung sei ein großes Glück für die Stiftung. Er freue sich aber auch sehr, dass die Engelhardts weiterhin die Ranch verwalten. „Sie steigen nicht aus, sondern ein, ein in die Familie Aiderbichl.“

Mit Blockwinkel öffnet der erste Gnadenhof in Niedersachsen. Hoffentlich nicht der Letzte, so Ehrengruber. Gefreut habe es ihn, dass der Bürgermeister aus Scholen die Aiderbichler willkommen heißt. „Es ist für uns nicht selbstverständlich, überall willkommen zu sein.“

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