35 Aussteller beteiligen sich an Adventsmarkt auf Hof Scharrelmann in Scholen

Vielfältige Hobbykunst

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Das Angebot war geschmackvoll, Doppellungen gab es kaum.

Sulingen - „Wir haben 35 Aussteller – mehr geht nicht.“ Anke Marks und Frank Scharrelmann, die am Wochenende zum sechsten Mal zum Adventsmarkt auf ihren Hof eingeladen hatten, freuten sich, dass sie alle Standplätze vergeben konnten. Auch wenn die Resonanz der Besucher „gefühlt geringer“ war als in den Vorjahren: Wer sich durch den plötzlichen Wintereinbruch nicht von einem Ausflug aufs Land abhielten ließ, wurde mit einem bunten Angebot an Kunsthandwerk in schönem Ambiente belohnt.

Vom Ende der warmen Herbsttage profitierten Anbieter von Adventsgestecken, weihnachtlicher Dekoration und Winter-Accessoires. „Ich habe schon einige Krempelbänder verkauft“, sagte Margrit Kettler aus Delmenhorst. Die hübschen Ohrenwärmer aus Walkloden kamen bei den Besuchern gut an. Ein weiterer Stand bot ausgefallene Garne. Und für alle, die nicht selbst stricken mögen, fertige Wollsocken.

„Hingucker“ waren die Demonstrationen von altem Handwerk. Ein Besenbinder fertigte im Außenbereich aus Birkenreisig rustikale und robuste Besen, in der Scheune sorgten Waltraud und Erich Drewes für Nachschub an handgeflochtenen Körben aus Haselruten (Rahmen), Weiden und Hartriegel. Am Nachbarstand zeigte Erwin Kretschmann die Kunst der Stuhlflechterei: Er restauriert historische Bespannungen von Sitzflächen und Lehnen. Sein Material: Papierschnur, Seegrasschnur, Peddigrohr oder Süßwasserbinsen. Der Autodidakt hat nicht nur das klassische Achteckgeflecht („Wiener Geflecht“) drauf, sondern auch komplizierte Muster wie das Sonnen- oder das Sternengeflecht. Zwölf bis 14 Stunden nimmt das Ausflechten einer Sitzfläche in Anspruch. „Wie gut, dass ich nicht davon leben muss“, sagte Kretschmann lachend: „Für mich ist das Hobby. Ich freue mich, wenn ich die Stühle zu neuem Leben erwecken kann.“

Weihnachtliche Laubsägearbeiten, selbstgebackene Plätzchen, ausgefallene Geschenkverpackungen und Dekorationsgegenstände: Das Angebot war geschmackvoll, Doppellungen gab es kaum. „Ein guter Querschnitt war mich mir wichtig. Und es sollte ausschließlich Hobbykunst sein“, beschrieb Anke Marks die Zielgruppe der Aussteller. Ihre eigene Maxime. „Ich spreche auf anderen Veranstaltungen gezielt Marktbeschicker an, deren Angebot mir gefällt.“

Die Hobbykünstler kamen aus dem Umkreis von 60 Kilometern. Einzige Ausnahme: Auf Empfehlung ihrer Bekannten aus Nienstedt war Charlotte Gras ganz aus Oberfranken angereist. Ihre Holzarbeiten – „alles Unikate“ – hatten eine besondere Note. Der Nikolaus und verschiedene Waldtiere aus Kiefer, Fichte oder Kirschholz werden demnächst auch einige norddeutsche Vorgärten zieren.

mks

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