Bereicherung auch für das Selbst

Anke Eickhoff ist jetzt Lektorin in der Kirchengemeinde Sudwalde

Als neue Lektorin ins Amt eingeführt wurde Anke Eickhoff (Mitte), hier mit Pastorin Sandra Kopmann und Johann Buschmann, Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Sudwalde.
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Als neue Lektorin ins Amt eingeführt wurde Anke Eickhoff (Mitte), hier mit Pastorin Sandra Kopmann und Johann Buschmann, Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Sudwalde.

Sudwalde – Die Plätze, die eingenommen werden durften, die waren auch besetzt beim Einführungsgottesdienst von Anke Eickhoff als Lektorin in der Kirchengemeinde Sudwalde.

Pastorin Sandra Kopmann erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass Anke Eickhoff im Herbst 2020 mit der theoretischen Ausbildung zur Lektorin im Michaelis-Kloster in Hildesheim begonnen habe. Eickhoff erklärt die Inhalte: „Im ersten Teil haben wir das Thema Gottesdienst aufgearbeitet: seine Geschichte, die verschiedenen Elemente, liturgische Übungen und Gesang.“ Als Lektorin dürfe sie nicht alle Handlungen ausführen, Taufen oder das Abendmahl etwa nicht. Deshalb sei beides auch nicht Bestandteil ihrer Ausbildung gewesen.

Der zweite Themenbereich habe sich befasst mit Predigttexten – wie diese erschlossen werden können, wie man sie sich aneignet. Auch, wie alle Elemente vor den Kirchgängern dargebracht werden können, sei thematisiert worden: Vertieft worden sei das liturgische Singen, der Predigtvortrag und die generellen Rahmenbedingungen des Lektorendienstes.

Für beide Themenbereiche waren jeweils fünf Tage angesetzt, mit Unterrichtseinheiten von morgens bis abends, weshalb Anke Eickhoff im vergangenen Jahr jene Zeit im Michaelis-Kloster in Hildesheim verbracht hat. Eine Zeit, die Anke Eickhoff als „sehr interessant“ beschreibt, „aber auch sehr anspruchsvoll.“ Die Unterrichtstage hätten um 8 Uhr begonnen und um 21.30 Uhr mit einer Andacht geendet. Gestaltet von den Seminarteilnehmern: „Es wurde bei uns sehr viel kirchliches Wissen vorausgesetzt und wir wurden sehr gefordert.“

Seit Anfang dieses Jahres absolvierte Anke Eickhoff den praktischen Teil in der eigenen Kirchengemeinde in Sudwalde. „Sie hat eigenverantwortlich Gottesdienste vorbereitet und geleitet. Nun wird ihr offiziell das Amt der Lektorin übertragen“, erklärte Pastorin Sandra Kopmann. Und fragte die neue Lektorin vor der Einsegnung, ob sie bereit ist, in den Lektorendienst aufgenommen zu werden. „Ja, mit Gottes Hilfe“, bekräftigte Anke Eickhoff ihren Entschluss.

Die Anregung, Lektorin zu werden, sei bereits vor Jahren an sie herangetragen worden, erzählt Eickhoff, die auch sehr aktives Mitglied des Kirchenvorstandes ist und die Frauengruppe leitet. Ihr habe die Idee gefallen – jedoch habe sie bisher keine Zeit für die Ausbildung gefunden. Und jetzt? „Jetzt hat mich die Situation in unserer Kirchengemeinde dazu bewogen: Wir sind die einzige der drei Kirchengemeinden in der Region, die keinen Lektor und keine Lektorin hat.“ Und auch die Pastorenstelle ist, wie berichtet, seit dem Frühjahr 2020 vakant.

Pastorin Kopmann verlas die Ernennungsurkunde im Einführungsgottesdienst und beglückwünschte Anke Eickhoff zum neuen Amt. Kirchenvorstandsvorsitzender Johann Buschmann schloss sich an, bedankte sich im Namen des Kirchenvorstandes für Eickhoffs Engagement in der Kirchengemeinde und überreichte Präsente. Als stellvertretende Vorsitzende habe sie sich schon in der Vergangenheit mit vielen wichtigen Themen auseinandergesetzt.

Anke Eickhoff führte den Gottesdienst fort und ging in ihrer Predigt, passend zu der vollbesetzen Kirche, auf das Einladen zu Feiern und Festen ein. Sie schloss mit einem Dank an alle, die sie unterstützt hätten, insbesondere ihre Familie und Freunde. Als Mentorin wusste sie Pastorin Kopmann an ihrer Seite. Nach dem Gottesdienst galten ihr viele Glückwünsche und herzliche Dankesworte der Gottesdienstbesucher.

Predigtthemen gibt das Kirchenjahr vor

Welche Themen in den Gottesdiensten aufgegriffen werden, die sie künftig leitet, lege sie nicht selber fest: „Die sind durch das offizielle Kirchenjahr vorgegeben.“ Die Predigttexte könne sie aber in ihre eigenen Worte umarbeiten. Sie hoffe, dass sie sich künftig mit anderen Lektoren im Kirchenkreis Syke-Hoya austauschen kann. Denn: „Gut gefallen hat mir der Zusammenhalt innerhalb unserer Ausbildungsgruppe. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und aufgebaut.“ Trotz der intensiven Ausbildung macht Anke Eickhoff anderen Mut: „Es ist auch eine Bereicherung für jede und jeden selbst.“

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