Hans-Jürgen Schumacher bleibt Bürgermeister

An den gemeinsamen Zielen arbeiten im Gemeinderat Ehrenburg

Der Ehrenburger Rat.
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Der Ehrenburger Rat: Stefan Rohlfs, Sina Mohrlüder, Jürgen Döpke, Bernd Kramer, Ludger Ebenthal, Dörte Meyer, Heiko Osterloh, Claudia Willenborg, Wilhelm Meyer, Jelena Bieder, Hans-Jürgen Schumacher, Gemeindedirektor Helmut Denker (von links).

Stocksdorf – „Ihr habt nicht ganz die Katze im Sack gewählt“, freute sich Hans-Jürgen Schumacher am Dienstag nach seiner Wiederwahl als Bürgermeister der Gemeinde Ehrenburg: „Ihr wisst, dass ich das gerne mache und gerne mit Euch zusammenarbeite.“

Eröffnet hatte die konstituierende Sitzung des Gemeinderates Wilhelm Meyer (Wählergemeinschaft Ehrenburg) als Altersvorsitzender: Er sei gefragt worden und mache das gerne – obwohl er nicht der Älteste im Rat sei. Die förmliche Verpflichtung der Ratsmitglieder und die Belehrung über ihre Pflichten nahm Hans-Jürgen Schumacher als bisheriger Bürgermeister vor. Auf den üblichen Handschlag verzichtete er dabei. Die Ratsmitglieder bilden unterschiedliche Fraktionen: Die der CDU wird angeführt von Jürgen Döpke, der Fraktion der Wählergemeinschaft für umweltfreundliches Leben (WUL) steht Bernd Kramer vor, die WGE-Fraktion führt Wilhelm Meyer. Ludger Ebenthal als einziger Vertreter der SPD bleibt fraktionslos.

Bei der Wahl zum neuen Bürgermeister war der Amtsinhaber der einzige Kandidat; er wurde mit zehn Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme (Sina Mohrlüder) gewählt. „Wir haben uns gemeinsame Ziele gesetzt, und die wollen wir in den nächsten fünf Jahren erarbeiten“, sagte Hans-Jürgen Schumacher. Sein Wunsch sei, 2024, wenn die Gemeinde Ehrenburg 50 Jahre alt werde (Gebietsreform), ein schönes Fest mit allen Ortschaften zu feiern.

Jürgen Döpke und Wilhelm Meyer als stellvertretende Bürgermeister

Der Rat stimmte geschlossen für die Bildung eines Verwaltungsausschusses. Dem gehören neben Hans-Jürgen Schumacher für die WUL auch Jürgen Döpke (CDU) und Wilhelm Meyer (WGE) als Beigeordnete an. Beide fungieren damit auch als stellvertretende Bürgermeister, wobei Jürgen Döpke als erster und Wilhelm Meyer als zweiter Stellvertreter geführt wird. In den Wege-, Bau- und Umweltausschuss entsandte der Rat Jürgen Döpke, der auch den Vorsitz führt, und Heiko Osterloh für die CDU. Auf Vorschlag der WUL gehören dem Ausschuss Bernd Kramer und Ludger Ebenthal an, und Stefan Rohlfs komplettiert das Gremium für die WGE.

Einstimmig betraute der Rat den Bürgermeister ausschließlich mit repräsentativen Aufgaben. Zum Gemeindedirektor für Verwaltungsaufgaben wählte der Rat erneut Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker.

Nach 35 Jahren Mitarbeit im Gemeinderat wurde Henning Jürgens (Mitte) von Hans-Jürgen Schumacher (links) und Helmut Denker verabschiedet.

Als Tagesordnungspunkt, „der traurig stimmt“, kündigte Hans-Jürgen Schumacher die Verabschiedung ausgeschiedener Ratsmitglieder an. Michael Schelhas (SPD), der zehn Jahre dem Rat angehörte, fehlte entschuldigt. Der Bürgermeister würdigte Hennig Jürgens als „Urgestein der Ratsarbeit“. Seit November 1986 habe er sich für die Gemeinde eingesetzt, davon seit 2006 als Beigeordneter im Verwaltungsausschuss und zweiter stellvertretender Bürgermeister. Auch im Kreistag habe er „die eine oder andere Tür“ für Ehrenburg geöffnet. Mit dem Rad sei er viel in der Gemeinde unterwegs, habe das Ohr an den Lippen der Bürger: „Bürgernähe könnte Dein zweiter Vorname sein.“ Der Rat habe gerne mit ihm zusammengearbeitet – ganz verliere man ihn nicht aus den Augen, Jürgens gehöre ja weiter dem Samtgemeinderat an.

Es seien 35 interessante und spannende Jahre gewesen, sagte Henning Jürgens. Zu manchen Sitzungen sei er mit einem mulmigen Gefühl gefahren, aber „über 95 Prozent der Beschlüsse haben wir einstimmig gefasst.“

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