Reinschnuppern ins Berufsleben

OBS Schwaförden: 67 Neunt- und Zehntklässer haben Praktikumsplätze

Einen Blick „unter die Haube“ des John Deere 6215 R wirft Malte Müller mit Praktikant Eric Kaluscha.
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Einen Blick „unter die Haube“ des John Deere 6215 R wirft Malte Müller mit Praktikant Eric Kaluscha.

Ehrenburg – 67 Neunt- und Zehntklässler der Oberschule Schwaförden mit Außenstelle Ehrenburg absolvieren zurzeit Berufspraktika. „Wir freuen uns über das Entgegenkommen von Handwerksbetrieben, Dienstleistern und sozialen Einrichtungen im Sulinger Land: Alle Schüler haben einen Platz gefunden“, sagt Insa Meyer, Fachbereichsleiterin „Arbeit, Wirtschaft, Technik“.

Die Firma Rebo-Landmaschinen, Schwaförden, nimmt jährlich bis zu sechs Praktikanten aller Schulzweige. „Damit jeder seine Aufmerksamkeit bekommt, nicht mehr als zwei zur gleichen Zeit“, betonen Serviceleiter Rolf Göbberd und Werkstattleiter Malte Müller. Die beiden Meister haben die Betreuung zur „Chefsache“ erklärt. Praktikanten sollen alle Facetten des „hochinteressanten, vielseitigen“ Berufs kennenlernen.

Eric Kaluscha (16) ist bereits zum zweiten Mal Mitarbeiter auf Zeit. „Mir hat das Praktikum im letzten Jahr gut gefallen, auch wenn es sehr viel anstrengender ist als Schule“, findet der Zehntklässler. Am besten gefällt ihm, dass er einen Einblick in modernste technische Geräte bekommt und manchmal sogar selbst „schrauben“ darf. Ob jemand „das Zeug“ zum Beruf habe, merke man schnell, sagt Rolf Göbberd. Eric Kaluscha erfülle alle Anforderungen und habe sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz als Mechatroniker für Land- und Baumaschinen.

Vor einem Jahr habe er noch nicht gewusst, in welchem Bereich seine berufliche Zukunft liegt, offenbart Lino Nordmann (15). Nach den ersten Tagen des Praktikums im „Point of Physio“, Sulingen, ist er sicher: „Das ist ein Beruf, der mir gefallen könnte. Er hat mit Sport zu tun, und außerdem kann ich Menschen helfen – das passt.“ Das Praktikum sei spannend und vielseitig: „Wir dürfen das eine oder andere Gerät ausprobieren, fahren mit zu Hausbesuchen und sind in den Rehasport-Gruppen dabei.“ Ob er nach dem Schulabschluss direkt eine Ausbildung zum Physiotherapeuten beginnt, wisse er noch nicht: „Vielleicht mache ich erst einmal ein FSJ oder gehe zur weiterführenden Schule.“

In die Wechselstromtherapie erhalten Lino Nordmann (links) und Luca Rosenthal einen Einblick – Lukas Koop mimt den Patienten.

„Das Handwerk ist wohl nichts für mich“, lautet die Selbsteinschätzung von Luca Rosenthal (14), Schüler der H 9. Er ist, ebenso wie Lino Nordmann, durch persönliche Kontakte zu Inhaber Lukas Koop auf den Praktikumsplatz bei „Point of Physio“ aufmerksam geworden: „Lukas ist mein Fußballtrainer.“ Die Möglichkeit, in den Berufsalltag zu schnuppern, findet er klasse. Gut seien auch die Hilfestellung bei der Berufsfindung und die Vorbereitung im Vorfeld gewesen: „Berufsberaterin Julia Nachtigall bietet in unserer Schule regelmäßig Sprechstunden an. Da geht es darum, passend zu den eigenen Fähigkeiten einen Beruf zu finden, wir lernen auch, wie eine Bewerbung aussehen muss und wie man sich präsentiert.“

„Wir Physiotherapeuten brauchen dringend Nachwuchskräfte“, begründet Lukas Koop sein Engagement für die Praktikanten, deren Interesse ihn „sehr positiv“ überrascht habe. In der kommenden Woche werden sich Luca und Lino in der Praxis beweisen: Sie dürfen eigenverantwortlich das Aufwärmtraining für eine Rehasport-Gruppe vorbereiten und anleiten.

In den nächsten Wochen erhalten die Oberschüler weitere Hilfen zur Berufsorientierung: Am 3. November stellen sie ihre Praktikumserfahrungen im Rahmen einer internen Berufsmesse vor, am 10. November stehen „Expertengespräche“ auf dem Programm; auch ein Besuch im Berufsinformationszentrum in Nienburg ist geplant.

Die OBS Schwaförden ist eine der wenigen Schulen, die trotz „Corona“ für Berufspraktika werben. Insa Meyer: „Die praktischen Erfahrungen sind durch nichts zu ersetzen – selbst wenn die Schüler feststellen, dass das gewählte Berufsbild doch nicht ihren Neigungen entspricht.“

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