Heimatverein Neuenkirchen will sich neu aufstellen

Aktiv sein für die Gemeinde

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Einst wurde die Kuhle als Badeteich genutzt. 

Neuenkirchen - Muss der Heimatverein immer eine Chronik schreiben? Muss der Heimatverein sich auf das Erzählen der Historie beschränken? Ist die Mitarbeit im Heimatverein auf die älteren Bürger beschränkt? Der Heimatverein Neuenkirchen sucht darauf Antworten, will sich aber nicht nur um das Gestern kümmern, sondern auch heute aktiv sein – für morgen.

Der erste Schritt soll ein Werkstattgespräch sein, zu dem für Donnerstag, 24. November, um 19 Uhr ins Gasthaus „Zur Post“ (Klaahsen) eingeladen wird.

Der Verein feierte in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. „Herbert Brückner stellt die Frage nach der Bedeutung von Heimatvereinen heute und antwortet darauf, dass es einen Heimatverein nicht nur interessieren sollte, wo man herkommt, sondern auch darum, wo man hin will“, erklärt Vereinsvorsitzender Manfred O. Hinz den Antrieb der Neuenkirchener Heimatpfleger, sich neu aufzustellen.

Man habe nicht nur mit dem sorgsam umzugehen, was man vorfinde, sondern müsse erkennen, dass das, was man vorfinde, die Grundlage sei, auf der Neues aufgebaut werden könne.

Die Chronik der Gemeinde etwa datiere vom Anfang der 1990-er Jahre, sei in bescheidenem Druck erfolgt. Die Arbeit an einer umfangreichen Neuauflage sei natürlich eine Option für mögliches Engagement. Doch: „ Ob sie interessant ist auch für jüngere Leute, das ist fraglich“, sagt Hinz.

Auch jüngere Bürger für Arbeit gewinnen

Der Vorstand des Neuenkirchener Heimatvereins möchte aber auch jüngere Bürger für die Arbeit gewinnen, fragt: Was können wir außerdem tun? Die Gestaltung des Lebensumfeldes nennt Hinz als Ziel für Aktionen: Das Moor als Naturschutzgebiet zugänglich machen, etwa. Manche Wirtschaftswege seien zugewachsen, die könnte man frei schneiden. Es gäbe da diesen ehemaligen Badeteich, der heute gerne als Schuttkuhle verwendet werde, und um den sich scheinbar niemand kümmere, sinniert Hinz über mögliche Einsatzorte, die Gemeinde Neuenkirchen zu verschönern.

Man wolle alt eingesessen Bürger, neu Hinzugezogene, ältere wie jüngere Menschen der Gemeinde in eine Werkstatt einbeziehen: „In ihr wollen wir uns weiter der Geschichte unseres Dorfes versichern, aber auch herausfinden, was seine Bewohner und Bewohnerinnen heute für morgen und übermorgen gerne sehen möchten“, lädt der Vorstand des Heimatvereins Neuenkirchen ein – und hofft auf reichlich Resonanz. Ebenso auf Antworten auf diese Fragen: Soll die Dorfchronik neu herausgeben werden? Soll es besondere Wanderwege geben? Wollen wir uns für die Gestaltung gemeindeeigener Flächen einsetzen? Treten wir für Verkehrsregelungen ein, die unsere Straßen und Wege sicherer machen?

„Alles wird nicht möglich sein, aber wohl einiges. Das allerdings auch nur dann, wenn wir in der Lage sind, für Aktivitäten Mitstreiter und Mitstreiterinnen zu finden“, sagt Hinz. 

sis

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