Affinghausen: „Schwarze Null“ im Haushalt

Biogasanlage soll reaktiviert werden

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Mediengruppe Kreiszeitung

Affinghausen - Nicht mit dem Bau, sondern mit der Reaktivierung einer Biogasanlage beschäftigten sich die Mitglieder des Gemeinderates Affinghausen bei ihrer Sitzung am Dienstagabend im Jugend- und Sporthaus: Die Firma Archea Anlagenbau aus Hameln beabsichtigt, die ursprünglich im Rahmen einer landwirtschaftlichen Privilegierung im Bereich der Straße „Grüdsberg“ von Landwirt Heinrich Schäfer errichtete Biogasanlage wieder in Betrieb zu nehmen. Schäfer ist insolvent, die Anlage, deren Abwärme zum Heizen der Aquakulturen des Garnelenhofs diente, ist derzeit still gelegt.

Da die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Privilegierung nicht mehr erfüllt werden, beantragte ein von der Firma beauftragtes Planungsbüro einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan – auf Grundlage einer gleichzeitigen Änderung des Flächennutzungsplanes durch die Samtgemeinde Schwaförden. Ziel ist die Ausweisung eines „Sondergebietes Biogas“, für die gewerbliche Nutzung der Anlage. In dem Antrag auf Einleitung des Bauleitplanverfahrens wird auf eine „noch zu gründende Betreibergesellschaft“ verwiesen.

Es lagen keine Informationen darüber vor, welche Art von Biomasse in der Anlage verwertet und woher diese stammen soll. Zu ungewiss, zu heikel, waren sich die Mitglieder des Gemeinderates einig und lehnten den Antrag einstimmig ab. Was nicht ausschließt, dass man sich erneut mit dem Vorhaben befasst, wenn konkretere Angaben vorliegen.

Der Haushalt 2015 der Gemeinde Affinghausen, den die Ratsmitglieder einstimmig beschlossen, schließt im Ergebnishaushalt mit einer „schwarzen oder roten Null“ ab – und diese habe man nur erreichen können, indem bei der Straßenunterhaltung geringfügig gekürzt wurde, erläuterte Gemeindedirektor Helmut Denker. Allerdings stünden zu Beginn des Haushaltsjahres 530000 Euro an liquiden Mitteln zur Verfügung und die Gemeinde ist praktisch schuldenfrei. Die Summe der Steuereinnahmen sinkt gegenüber des Ansatzes für 2014 um 32800 auf 425500 Euro, die der zu zahlenden Umlagen um 23000 auf 359100 Euro. Investitionen finden sich nicht im Zahlenwerk. Die Ratsmitglieder wollen erörtern, ob ein weiteres Projekt im Rahmen der Dorferneuerung noch 2015 angeschoben werden kann, auch in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Fördermittel. Nach der bereits schlussabgerechneten Sanierung der Bürgermeister-Kohröde-Straße stünde die der Feldstraße als nächstes auf der Prioritätenliste.

Nach der öffentlichen Bekanntmachung der Absicht, die Gemeindestraße „Auf dem Dörrielsloh“ einzuziehen (wir berichteten), hatte es keine Stellungnahmen mit Bedenken gegeben. Der Rat beschloss die Wegeeinziehung mit Wirkung vom 1. Februar einstimmig.

Ratsherr Walter Delekat wies erneut auf die unzureichende Beleuchtung der Bushaltestelle am Sportplatz, gegenüber seiner Bäckerei an der Sudwalder Straße, hin. Dort soll eine Straßenlaterne aufgestellt und auch eine Beleuchtung im Buswartehäuschen installiert werden, auf diese Lösung hatten sich die Ratsmitglieder schon vor längerer Zeit geeinigt. Was noch fehlt, ist eine Stromleitung, die vom Gelände des FC AS Hachetal zur Bushaltestelle führt.

ab

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