Adventsmarkt in Scholen: 30 Hobbykünstler stellen an zwei Tagen aus

Kunsthandwerk und mehr

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Nicht nur die Bienen hatten fleißig vorgearbeitet für den zweitägigen Adventsmarkt in Scholen.

Scholen - „Ich war im letzten Jahr als Besucher hier, in diesem Jahr habe ich selbst einen Stand“, sagt Jay Hasenfeldt. Ihm habe die Atmosphäre gefallen, daher habe er sich um einen Platz geworben, erklärt der gebürtige Kanadier.

Die „Schmalver Buddelschippers“ legten in Scholen an.

Der gelernte Möbeltischler hat die Holzbearbeitung nicht nur zum Beruf, sondern auch zum Hobby gemacht. In seiner Freizeit fertigt er dekorative Kugeln und Bücher, Kürbisse und Kerzenhalter aus Zypressenholz: archaisch anmutende, nur mit der Kettensäge bearbeite Skulpturen oder sorgfältig gedrechselte, gefeilte und geschmirgelte Holzobjekte als dekorativen „Hingucker“ für innen und außen.

Hasenfeldt war einer von 30 Hobbykünstlern, die am Wochenende auf der Veranstaltung auf dem Hof von Frank Scharrelmann und Anke Marks Produkte aus ihren Werkstätten anboten. Dass der Markt eine gute Adresse ist, hat sich herumgesprochen, er lockt Verkäufer und Käufer von weit her.

„Ich bekomme sehr viele Bewerbungen auf Empfehlung anderer Aussteller“, sagte Anke Marks. Seit 2010 findet der Adventsmarkt am Wochenende vor dem ersten Advent statt, seit dem letzten Jahr zweitägig.

„Wichtig ist uns eine bunte Mischung, es gibt nichts doppelt“, betonte Anke Marks, die selbst Krippen und Gestecke aus eigener Herstellung anbot. Ein Besenbinder und ein Stuhl- und Korbflechter demonstrierten die Besonderheit ihres Handwerks, zu den vielen Besonderheiten gehörten außerdem Porzellanmalerei, Tassendruck, Silberschmuck, Papier-, Patchwork-, Woll- und Filzarbeiten, Leuchtkörper aus Naturmaterialen und selbst gestrickte und genähte Puppenkleidung – „garantiert schadstofffrei“.

Honig, Wein, Kräuterspezialitäten rundeten das Angebot ab. Die meisten Besucher verließen den Hof mit vollen Taschen – oder zumindest mit einer Geschenkidee.

Auch die Kinder kamen nicht zu kurz. Am Samstag stand für sie ein Laternenumzug auf dem Programm – mit anschließendem Stockbrotbacken. Anlässlich ihres „Fünfjährigen“ hatten die Gastgeber in diesem Jahr erstmals Live-Musik organisiert: Die „Schmalver Buddelschippers“ boten am Samstag ein buntes Programm an Seemannsliedern zum Zuhören und Mitsingen. Auch ohne „Kapitän“ Inge Nickel schipperten sie souverän durch die Sieben Weltmeere von Hamburg über Madagaskar nach Jamaica und wieder zurück in den Heimathafen.

Adventsmarkt Scholen

Kulinarisches – Erbsensuppe, Knipp, Wildspezialitäten, Fisch und dazu passende Getränke – gab es im Innenhof, in der Kaffeestube servierten die Helfer Kaffee und Selbstgebackenes. Die Bewirtung von mehreren hundert Gästen war eine Herausforderung. „Zum Glück unterstützen uns Freunde und Nachbarn“, sagte Anke Marks.

mks

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