Kreisstraße 3 erhält neue Brücke

20 Pfeiler tragen Querung über den Kuhbach

Die Bewehrungskörbe werden befüllt. Über dem Trichter ist der Rammbär zu sehen.  
Foto: Kurth-Schumacher
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Die Bewehrungskörbe werden befüllt. Über dem Trichter ist der Rammbär zu sehen. Foto: Kurth-Schumacher
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Schmalförden – Für die erdbebenartigen Stöße in den vergangenen Tagen in der Ehrenburger Ortschaft Schmalförden gibt es eine einfache Erklärung: Im Zuge des Brückenneubaus wurden die ersten Brückenpfeiler gesetzt.

Vier Experten des Tiefbauunternehmens „Franki Grundbau“ (Seevetal) waren mit schwerem Gerät vor Ort, um 20 Brückenpfeiler zu platzieren. Ein mit einem Pfropfen aus trockenem Beton wasserdicht verschlossenes Vortreibrohr aus Stahl wurde mit einem freifallenden, fünf Tonnen schweren „Rammbär“ in die Erde gerammt. „Die Bodenverhältnisse sind schwierig, daher werden die Pfeiler 18 bis 20 Meter tief in die Erde gesetzt“, erklärte Michaela Setter von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Schlagzahlen werden dokumentiert; sie sind Maß für die Tragfähigkeit des Bodens am jeweiligen Standort. Nur sieben bis acht Schläge des Rammbärs sind erforderlich, um das Stahlrohr durch die Torfschichten zu drücken, in den tragfähigen Schichten erhöht sich die Zahl auf 50 bis 70.

Bis zu 70 Schläge mit dem Rammbär

Nach dem Erreichen der Solltiefe wird ein Bewehrungskorb eingestellt und mit rund sechs Kubikmeter Beton verfüllt, anschließend das Vortreibrohr wieder gezogen. Bis zum Ende der kommenden Woche sollen alle 20 Pfeiler gesetzt sein. Die Gründungsarbeiten seien der schwierigste Part des Projekts, aber es laufe alles nach Plan“, versicherten Michaela Setter und ihr Kollege Sven Ebke bei einem Baustellentermin.

In einem nächsten Bauabschnitt sollen die Brückenflügel verschalt und betoniert werden, im Anschluss wird die Brückenplatte eingebracht. Sollten keine „unvorhergesehenen Ereignisse“ eintreten, könnten die Arbeiten schon Ende des Jahres abgeschlossen sein. Michaela Setter: „Wir sind guter Hoffnung, dass alles glatt läuft.“

Kosten liegen bei 1,1 Millionen Euro

Die kalkulierten Kosten für das Bauprojekt, mit dem die Firma „Beckerbau“ (Meppen) beauftragt wurde, belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro. Nach dem Brückenbau folgen anpassende Erd- und Straßenbauarbeiten. An der Breite der Fahrbahn ändert sich nichts (6,5 Meter), der Rad- und Gehweg wird auf 2,75 Meter ausgebaut.

Von Martina Kurth-schumacher

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