Mensa und Küche folgen im zweiten Teil / Eltern möchten verlässsliche Aussage

Schule Siedenburg: Ausbau in zwei Bauabschnitten

Siedenburg - Die Mitglieder des Schulausschusses der Samtgemeinde waren sich einig: Die neue Ausbauvariante der Grundschule Siedenburg wird umgesetzt. „Wir sind damit auf einem guten Weg zum letzten Akt in dieser Sache“, sagte Samtgemeindebürgermeister Dirk Rauschkolb.

Architekt Heinz Norrenbrock hatte seinen Entwurf nach etlichen Gesprächen und Ortsterminen mit Vertretern von Schule, Politik und Verwaltung erneut überarbeitet. Der Ausschuss empfahl einstimmig den Ausbau in zwei Bauabschnitten. Priorität hat die Herstellung des für den Schulbetrieb notwendigen Raumangebots, die Ergänzung der fehlenden sanitären Anlagen und die Sanierung des Altbaus (Erneuerung der Fußböden, Ausstattung der Klassenräume mit Akustikdecken, Malerarbeiten). In einem zweiten Abschnitt sollen Mensa und Küche angebaut werden. Aufgrund des Kostenrahmens – der Samtgemeinderat hatte im Mai eine Obergrenze von 1 Million Euro festgelegt – wird die Sanierung des Altgebäudes auf ein Minimum beschränkt. Die Verwaltung nannte Kosten in Höhe von 600 000 Euro für den Anbau von sechs Klassen inklusive der erforderlichen Gruppenräume, 90 000 Euro sind für die Arbeiten im Bestand kalkuliert. Der Anbau der Mensa, der mit rund 200 000 Euro zu Buche schlägt, würde den Kostenrahmen sprengen. Dieter Engelbart (CDU) warnte davor, sich „finanziell zu übernehmen“. Ein Ganztagsangebot sei erstrebenswert, der Bau der Mensa sollte aber erst erfolgen, nachdem der erste Bauabschnitt abgerechnet ist. Möglicherweise ergäben sich Einnahmen durch den Verkauf der Grundschulgebäude in Mellinghausen und Borstel. Wenn die Samtgemeinde diese in Privathand abgebe, müsse sie allerdings 50 000 Euro Konjunktur-II-Mittel zurückzahlen. Ronald Ahrens (SPD), Detlef Metzlaff (FWG) und Nils Ruröde (CDU) sprachen sich dafür aus, so schnell wie möglich die Voraussetzung für den Ganztagsbetrieb zu schaffen. „Wir sollten das gleich vernünftig machen, Ganztagsschule ist heute Standard“, sagte Ahrens. Ohne verlässliche Aussage könne niemand planen, unterstrich Nils Ruröde: „Eltern wollen wissen, ob beide ihrer Berufstätigkeit nachgehen können oder nicht.“ Detlef Metzlaff nannte das schulische Ganztagsangebot eine logische Fortführung der verlängerten Betreuung in den Kindergärten. Sein Vorschlag, im Frühjahr erneut über den zweiten Bauabschnitt zu beraten, floss in die Beschlussempfehlung des Ausschusses ein. Wenn verbindliche Angebote für den Anbau der Klassenräume und die Sanierung vorliegen und die Haushaltslage überschaubar ist, soll das Thema erneut auf den Tisch. Ausschussvorsitzender Heinrich Ostermann konnte rund 40 Besucher zu der öffentlichen Sitzung im Hotel Block begrüßen.

Diskussionsbedarf gab es nicht. · mks

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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