Runder Tisch diskutiert Schulstandorte und Änderung der Bezirke

Schule Neubruchhausen langfristig nicht ausgelastet

Bassum - Von Frauke AlbrechtDie Grundschule Neubruchhausen hat langfristig ein Auslastungsproblem und zwar mit und ohne Schließung der Grundschule Petermoor. Das geht aus einem Papier der Stadtverwaltung hervor, das am Dienstag im Rahmen des Runden Tisches für die Bereiche Familie, Kinder und Jugend in Bassum besprochen wurde.

In der ersten Gesprächsrunde Anfang Mai hatte die Verwaltung bereits eine Präsentation vorgelegt, die vier Modelle auf den Prüfstand stellt, wir berichteten bereits. Modell 1: Schließung der GS Petermoor; Modell 2: Schließung der GS Neubruchhausen; Variante 3: Schließung GS Neubruchhausen und Petermoor sowie Modell 4: Schließung GS Neubruchhausen und Nordwohlde.

Wie Moderator Dr. Jörn Michael Schröder damals mitteilte, hatte man beim ersten Treffen die erste Variante diskutiert. Am Dienstagabend wurden die übrigen drei Modelle beleuchtet, wobei Schröder betont, dass es keine Wertung gegeben habe, schon gar keine Ergebnisse. Schröder: „Ziel war, Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen der jeweiligen Modelle auszuloten.“

Für Neubruchhausen spreche beispielsweise, dass die Schule die Gemeinde stärkt. Schule sei etwas Identitätsstiftendes. Auch die kleinen Klassen in Neubruchhausen könnten im Hinblick auf die Inklusion von Vorteil sein. Allerdings sei die Schülerzahl auch Neubruchhausens größte Schwäche. Selbst ein veränderter Zuschnitt der Schulbezirke würde nicht zu einem Zuwachs an der GS Neubruchhausen führen, heißt es.

Eine Änderung der Schulbezirke hätte laut Verwaltungspapier aber positive Auswirkungen für den Standort Nordwohlde. Eine mögliche Variante: Bei Schließung der Schule Neubruchhausen könnten die Kinder aus Neubruchhausen, Albringhausen, Schorlingborstel und Hallstedt nach Bramstedt wechseln. Kinder aus Hollwedel (bisher Mittelstraße) hingegen würden die Auslastung in Nordwohlde sichern.

Das Papier gibt auch Aufschluss über mögliche Investitionskosten (energetische Sanierung und Barrierefreiheit). Demnach wäre die Schließung der GS Petermoor für die Stadt die teuerste Entscheidung – würde allein für den schulischen Bereich 3 492 000 Euro kosten. Modell 2 (Schließung GS Neubruchhausen) zieht 2 712 000 Euro nach sich. Kosten sollten laut Schröder aber nicht das ausschließliche Argument sein. Der Moderator betont: „Vom Runden Tisch kam, dass Inhalte vor Zahlen stehen sollten.“

Keines der vier Modelle wollten die Mitglieder am Dienstag bereits ad acta legen. Wobei die Modelle drei und vier – Schließung der GS Neubruchhausen und GS Petermoor sowie Schließung der Schulen Nordwohlde und Neubruchhausen – zwar vorgestellt, aber nicht intensiv diskutiert wurden. Modell drei hätte zur Folge, dass die GS Mittelstraße an die räumlichen Grenzen stoßen würde. Das Raumangebot müsste angepasst werden. Kosten: 2 712000 Euro. Die Schulen seien zwar ausgelastet, die Variante schwäche aber Neubruchhausen. Modell vier würde gleich zwei Orte nachteilig beeinflussen. Kosten: 2 555 000 Euro.

Laut Schröder wurde am Dienstag eine weitere Variante ins Spiel gebracht: Nämlich eine einzügige Schule am Standort Petermoor mit besonderem Profil. Dieser Vorschlag stammt vom Stadtelternrat, wurde aber vorerst nicht weiter besprochen. Die Elternvertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung eindeutig Stellung bezogen. „Für uns kommt es nicht in Betracht, dass der Scheinwerfer plötzlich von der GS Petermoor auf eine andere Schule gedreht wird. Wir sind gegen jede Schließung. Wir müssen eine Lösung finden, alle Schulen zu erhalten“, so die Vorsitzende Kirsten Windhorst.

Der Runde Tisch tagt erneut am 29. Juni und am 10. Juli.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Gericht: Linie 8 von Bremen nach Weyhe darf ausgebaut werden

Gericht: Linie 8 von Bremen nach Weyhe darf ausgebaut werden

Gericht: Linie 8 von Bremen nach Weyhe darf ausgebaut werden
Millionenprojekt nimmt Formen an

Millionenprojekt nimmt Formen an

Millionenprojekt nimmt Formen an
Auto überschlägt sich bei Maasen

Auto überschlägt sich bei Maasen

Auto überschlägt sich bei Maasen
Marktmeister wagt Prognose: „Der Brokser Heiratsmarkt findet statt. Punkt.“

Marktmeister wagt Prognose: „Der Brokser Heiratsmarkt findet statt. Punkt.“

Marktmeister wagt Prognose: „Der Brokser Heiratsmarkt findet statt. Punkt.“

Kommentare