„Dicke Brocken“ für Twistringen im neuen Jahr

Erfreulich: Weniger Kreisumlage

Karl Meyer.

Bassum - TWISTRINGEN (tw) · Im Frühjahr wird die Bahnhofstraße umgestaltet, die Planungen für den zweiten Bauabschnitt des Gymnasiums laufen, in 2010 müssen Rat und Verwaltung sich um die Konzessionsverträge für Gas und Strom kümmern. Bereits angelaufen ist die Entkernung des Altgebäudes an der Grundschule „Am Markt“.

Einige „dicke Brocken“ hat Twistringens Bürgermeister Karl Meyer auf seinem Zettel für das kommende Jahr stehen. Eine wichtige Entscheidung für Rat und Verwaltung war vor Weihnachten noch, die finanzielle Obergrenze für das Gymnasium mitsamt Sporthalle von bisher 5,7 auf sechs Millionen Euro heraufzusetzen.

„Wir erwarten jetzt die endgültigen Angebote der verbliebenen Bieter. Darin enthalten sein müssten auch mit Solaranlagen eingedeckte Dächer und ein entsprechendes Raumkonzept“, so Karl Meyer im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Bürgermeister erwartet zudem 900 000 Euro vom Landkreis für sechs Jahre (Gastschulgeld an Vechta gespart); die Summe gehört noch in den Etat 2009 für den ersten Gymnasium-Bauabschnitt.

Aus der Kreisschulbaukasse erhofft sich die Stadt drei Millionen Euro als zinsloses Darlehen. Die anderen drei Millionen für das Gymnasium sollen über den städtischen Haushalt finanziert werden. „Das bedeutet aber, an anderer Stelle zu sparen und zu streichen“, sagt Meyer ohne Umschweife. „Wir setzen allerdings weiter stark auf Bildung und Erziehung“ und meint damit ganz konret für 2010 die Zusammenlegung der Grundschulen am Markt mit der Außenstelle Scharrendorf. Bis zu den Sommerferien soll der Umbau abgeschlossen sein, bis zum Umzug der Grundschule „Steller Straße“. Investitionskosten: 850 000 Euro, davon 350 000 Euro aus dem Konjunktur-II-Paket.

Erfreulich: Die Kreisumlage wird gesenkt. So muss Twistringen ab 2010 noch knapp 3,64 Millionen Euro aufbringen, gut 99 000 Euro weniger. Laut Kämmerer Ulrich Windhaus steigt diese Summe in den folgenden Jahren noch an. Den Bürgermeister freut's, schließlich hätten die Kommunen auch geholfen, das Kreis-Defizit abzubauen.

Twistringen wird trotz größerer Projekte in der Stadt aber nicht die Ortschaften vergessen. Jährlich werde ein Grundstock von 100  000 Euro im Zuge der geplanten Flurbereinigungsverfahren in Natenstedt, Abbenhausen und Altenmarhorst im Stadthaushalt veranschlagt.

Der Arbeitskreis habe damit ein wichtiges Signal gesetzt. „Die Stadt steht dazu, über die Beteiligung muss noch gesprochen werden. 72 bis 75 Prozent dürften aus dem Landestopf fließen. Der Rest der Aufwändungen wird im fairen Ausgleich zwischen Stadt und der jeweiligen Ortschaft ausgehandelt“, verspricht der Bürgermeister.

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