GTS Syke fehlt das Geld, der Arbeitsgemeinschaft die Teile / Schüler sollen lernen, ihre eigenen Maschinen zu reparieren

Schrauber-AG braucht Unterstützung

Einige der Teilnehmer der Schrauber-AG und ihr ganzer Stolz: Die drei kleinen Mopeds.

Syke - SYKE (neu) · Einmal pro Woche treffen sich elf Jungen der GTS Syke mit ihrem Lehrer Godwill Ames. Bei der AG im Werkhof bauen sie aus alten Teilen Mopeds und ein Gokart zusammen. Doch der Gruppe geht das Geld aus. Sie ist nun auf der Suche nach weiteren Teilen.

„Die Schule hat für solch ein Projekt kein Budget“, erklärt Ames, der an der GTS Sport, Mathe, Kunst, Englisch, Erdkunde, Französisch und Werken unterrichtet. „Vieles habe ich bereits aus meiner eigenen Tasche bezahlt. Aber meine Regierung zu Hause hat ‚Stopp‘ gesagt.“ Bisher sind drei fahr tüchtige Mopeds entstanden.

Als nächstes nehmen sich die Jungs ein Gokart vor. Viele der Teile sind schon da. Als Sitzfläche und Rückenlehne dient ein alter Bürostuhl. Der Motor gehörte ursprünglich zu einem Rasenmäher. Daran erklärt Ames seinen Schülern auch gleich das Prinzip der Verbrennung. Später sollen diese mit Hilfe der Anleitung ihre eigenen Maschinen selbst reparieren können. „Wie sie diese frisieren, lernen sie von mir aber nicht“, betont der Profi-Bastler.

Die Jugendlichen übernehmen in der AG alle Arbeiten. Vom Zuschneiden der Rohre für den Rahmen bis zum Zusammenbauen. „Ich habe selbst einen Mofa-Führerschein gemacht und schraube zu Hause mit meinem Vater an der Maschine herum“, berichtet der 15-jährige Lucas. „Durch die Arbeit hier lernt man auch logisches Denken“, weiß Florian (16). „Beim Zurechtschneiden der Rohre darf nicht viel übrigbleiben.“

Ames selbst ist studierter Wirtschaftswissenschaftler. „Aber ich habe schon mit zehn Jahren damit angefangen, meine Modelleisenbahn auseinanderzunehmen“, berichtet der Mann aus Togo.

Mit der Entwicklung solch kleiner Mopeds hat er bereits Erfahrungen gesammelt. Sein großer Traum ist „Beny the Jet“. Der kleine Flitzer soll 19 Kilogramm wiegen und ist so geplant, dass er mithilfe von drei Schrauben zusammengeklappt werden kann. „Von den Abmessungen her passt er genau in den Kofferraum eines Smarts“, erklärt Ames, der die Hoffnung hat, dass das Gefährt irgendwann in Serie geht.

Ein ähnliches Fahrzeug werde bereits in Italien produziert und soll 2 000 Euro kosten. Da liegen die Planungen des Lehrers deutlich drunter. „Lieber heute als morgen“ würde er aus Beny ein Seriengefährt machen.

Die AG endet eigentlich nach dem ersten Halbjahr. Ames will sie allerdings weiterhin anbieten. Wollen die Jungs weitermachen? „Ja, klar!“, sagt Mazlum. Auch Mädchen hatte Ames schon in einer seiner Werk-Gruppen.

Es bleibt die Geldfrage. Nähere Informationen zu dem Projekt gibt es bei der GTS oder per E-Mail an Ames.

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