Schon 400000 Euro Spenden für Anbauan das Syker Kreismuseum /Orginal-Exponate aus dem Landesmuseum in den Landkreis

Geldschatz für den Goldschatz

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Der Goldhort von Gessel (hier eine originalgetreue Nachbildung durch einen 3-D-Drucker) .

Syke - Den Gesseler Goldschatz in einem eigenen Anbau am Kreismuseum Syke präsentieren: Auf dem Weg zur Realisierung dieses Projektes hat der Landkreis wichtige Hürden genommen – und sogar einen Geldschatz für den Goldschatz zur Verfügung.

So lassen sich die gehaltvollen Spenden wohl am besten beschreiben, die zwei Energieversorger angekündigt haben. Das geht aus den Sitzungvorlagen für den Kreistag hervor, der am Montag ab 15.30 Uhr öffentlich im Neubruchhauser Hotel „Zur Post“ tagt. Nachzulesen ist dort, dass sowohl die EWE als auch die Avacon eine Spende von 200000 Euro zugesagt haben. Weil diese insgesamt 400000 Euro allein für den Bau noch nicht ausreichen, hofft der Landkreis auf weitere Spender. Und kann ihnen versichern, dass der Goldschatz wirklich nach Syke kommt.

„Nach umfangreichen Kontakten und intensiven Gesprächen mit dem Land Niedersachsen beziehungsweise dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover ist es im Juni gelungen, den Umfang der Ausleihe des Gesseler Goldhortes festzulegen“, heißt es in dem Papier zur Kreistagssitzung. Und ganz konkret: „Der gesamte Goldhort wird zur Eröffnung oder danach – was hinsichtlich einer öffentlichkeitswirksamen Wirkung sinnvoller erscheint – für einen Zeitraum von drei Monaten ausgeliehen.“ Den Schatz ein zweites Mal nach Syke zu holen, bedürfe gesonderter Vereinbarungen.

Trotzdem bleibt der Glanz des historischen Fundes buchstäblich in Syke: „Dauerhaft werden dem Kreismuseum in der Regel drei Originale des Goldhortes – in Abhängigkeit des in der Ausstellung thematisierten Kontextes – ausgeliehen. Dafür stehen alle Objekte des Goldhortes, darunter auch Highlights wie die verzierte Fibel, zur Verfügung. Die Objektensembles werden regelmäßig ausgetauscht. Dabei soll die Leihfrist jeweils sechs bis zwölf Monate betragen.“

Mit Ausnahme der Exponate, die für die Dauerausstellung im Landesmuseum vorgesehen sind, könnten alle weiteren Funde der Pipeline-Grabung im Landkreis Diepholz für den Erweiterungsbau des Kreismuseums zur Verfügung gestellt werden.

Dazu gehören bekanntlich wertvolle Glasperlen italienischer Herkunft, die im Raum Wagenfeld gefunden worden waren – im Bereich des alten Hafens an der Aue.

Die Rahmenvereinbarung zwischen dem Landkreis und dem Landesmuseum ist in Vorbereitung. „Nach deren Abschluss ist vorgesehen, zunächst den Architektenwettbewerb zur Ausgestaltung des Erweiterungsbaus und etwas zeitversetzt den Wettbewerb zur Gestaltung der Ausstellungsinhalte zu initiieren“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Daraus lässt sich schließen, dass eine Eröffnung im Jahr 2017 realistisch ist.

sdl

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