Weißes Damwild-Schmaltier sorgt für Aufsehen im Süden von Diepholz

„Schneewittchen“ schließt sich Rinderherde an

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Das weiße Damwild-Schmaltier hat sich im Bereich Graftlage im Süden von Diepholz inzwischen einer Rinderherde angeschlossen. Das relativ zahme Tier ist vermutlich aus einem Gehege ausgebrochen. 

Diepholz - Anwohner der Graftlage haben ihm schon einen Namen gegeben: „Schneewittchen“ tauften sie das weiße Damwild-Schmaltier, das vor kurzem im Süden von Diep holz auftauchte. Das junge auffällige weibliche Tier hat sich inzwischen auf einer Weide einer Rinderherde angeschlossen.

Daher vermutet Bernd Kittelmann, Leiter des Diep holzer Hegerings und einer der örtlichen Jagdpächter, dass das weibliche Damwild-Exemplar („Schmaltier“) aus einem Gehege stammt und möglicherweise ausgebrochen ist. „Es ist sehr vertraut. Man kann sich bis auf etwa drei Meter nähern“, berichtete er.

Das weiße Damwild-Jungtier, das in einer ersten Veröffentlichung mit einem weißen Reh verwechselt worden war, hat sich inzwischen zu einer kleinen Attraktion in der Graftlage (südlich des Diepholzer Fliegerhorstes) und zu einem beliebten Fotomotiv entwickelt.

Allerdings hat es auch schon in örtlichen Gärten für Unmut gesorgt, als das Tier dort angepflanztes Gemüse fraß.

„Wir sehen keinerlei Notwendigkeit, das Tier zu erlegen“, betonte Jäger Bernd Kittelmann im Gespräch mit unserer Zeitung und trat anders lautenden Gerüchten entgegen. Ab Anfang Mai wäre der Abschuss theoretisch erlaubt.

Der Hegeringleiter schätzt, dass das Schmaltier etwa ein Jahr alt ist.

Eine Weißfärbung komme bei Damwild relativ häufig vor. „Das Tier ist jedoch kein Albino“, erklärte er.

Bei Rehwild sei eine Weißfärbung hingegen extrem selten. Bei dieser Wild art treten eher mal dunkle Tiere auf.

Bernd Kittelmann hofft, dass das weiße Damwild-Schmaltier nicht auch Opfer eines Verkehrsunfalls wird – so wie es zurzeit viele Rehe erleiden.

In dieser Jahreszeit lösen sich die Sprünge (Rudel) auf. Die Tiere gehen einzeln auf Wanderschaft und machen sich insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung auf den Weg. Dabei kreuzen die Rehe auch Straßen.

Der Hegeringleiter mahnt daher Autofahrer zu erhöhter Wachsamkeit. · ej

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