Gut besuchter Christkindlmarkt / „Tote Tante“ ein Renner / Ein Hauch von Kreta

Auf Schnee folgen Schauer – Gästeschar kommt trotzdem

Warme Socken brauchten die Gäste bei dem eisigen Wetter.
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Warme Socken brauchten die Gäste bei dem eisigen Wetter.

Martfeld - Von Dieter NiederheideMit Schnee schaufeln startete gestern in den Morgenstunden der Martfelder Christkindlmarkt. Es galt, die Schneemassen im Bereich der Alten Bremer Straße zu beseitigen. Friedrich Holtorf von der Gemeinschaft der Selbstständigen (GdS) verriet: „Schneeschieber und ein Trecker waren im Einsatz.“

Nachdem der Schnee weggeräumt war, setzte Regen ein. Ein Glück für die Veranstalter, dass am Nachmittag nach 15 Uhr doch noch Bewegung in den Christkindlmarkt kam und sich zwischendurch sogar die Sonne sehen ließ. „Dass das Wetter so mies ist, dafür können die Martfelder ja nichts“, sagte eine Ausstellerin aus dem Reigen der rund 30 Marktbeschicker.

Monika Blümer aus Emtinghausen kommt mit ihrem Schmuck und den Blechspielzeugen schon seit Jahren nach Martfeld. „Ich mag den Christkindlmarkt, insbesondere seine nette Atmosphäre“, sagte sie und freute sich, dass sie hier Stammkunden trifft.

Einen Hauch Kreta haben Birgit und Manfred König aus Worpswede mitgebracht. Einen Teil ihres Lebens verbringen sie, sagt Birgit König, in einem kretischen Dorf, und von dort nehmen sie allerlei heimische Erzeugnisse wie Oliven, Olivenöl und diverse Kräuter mit. Der Wunsch der Worpswederin: „Der Christkindlmarkt müsste schon am Samstag um 13 Uhr beginnen und Sonntag vom Vormittag bis zum Abend dauern.“

Mit flauschig warmen Handarbeiten aus gefilzter Wolle war Isabel Henning aus Asendorf ein Neuling bei der eintägigen Veranstaltung. „Vielleicht wird das Wetter ja noch besser“, hoffte sie in der Mittagszeit.

Trotz des Regens beim Aufbau am Vormittag verlor der Rieder Heinrich Schröder seine gute Laune nicht. „De Söde Heini tu Riede“ war als Imker mit seinem Honig dabei. „Mal sehen, was wird“, zeigte er sich in Bezug auf die Witterung erst mal abwartend.

Kein Problem mit dem Umsatz dürfte die Ortsfeuerwehr Martfeld gehabt haben. Ihre süffigen, wärmenden Getränke wie „Tote Tante“, „Heißer Franzose“ und „Heiße Liebe“ hatten es in sich. Torsten Bomhoff, stellvertretender Ortsbrandmeister, favorisiert die „Tote Tante“ mit Rum.

Auch im Regen musste niemand einen Schneemann vermissen: Claudia Habich aus Werder hatte eine ganze Reihe davon aus Acryl und Strohseide zum Verkauf mitgebracht. Es war gestern ihr erster Auftritt in Martfeld. „Mal sehen, wie das hier so läuft“, zeigte sie sich erwartungsvoll.

Das große Erlebnis für die Kinder war am Nachmittag der Besuch des Nikolaus‘, der nicht ohne Gefolge und Geschenke kam. Die Erwachsenen hatten währenddessen die Qual der Wahl zwischen Glühwein, Crêpes, Knipp, Fischbrötchen, Waffeln, Bratwurst, Kartoffelpuffern und Brezeln.

Es war trotz Schneeschieberei am Morgen und Schauern danach bis in den Abend hinein richtig was los auf dem Christkindlmarkt. Zu der guten Stimmung trugen auch die Kinder bei, die auf der Bühne Gedichte vortrugen und sangen.

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