Erweiterung des Kreismuseums: Wohlfühl-Reise in die Vergangenheit

Schatulle für den Schatz

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In dieser Region lag der einzigartige Goldschatz Jahrtausendelang vergraben: Der Fotograf Wilfried Meyer hielt den Pipeline-Bau im Bereich Gessel-Leerßen im September 2011 auf dieser Luftaufnahme fest.

Syke - Von Anke SeidelFür den Goldschatz von Gessel will Landrat Cord Bockhop dem Land eine ganz besondere Schatulle anbieten: Einen 100 Quadratmeter großen Anbau an das Kreismuseum in Syke, in dem die Funde der Pipeline-Archäologie mit Hilfe eines „methodischen Feuerwerks“ Besucher faszinieren sollen.

Dafür habe die Kreistagspolitik bereits ihre Zustimmung signalisiert, erklärte Bockhop auf Anfrage. Deshalb ist der Landrat zuversichtlich, dass auch das Geld dafür fließt.

Schätzungsweise 500 000 Euro betragen die Kosten für den Anbau, der in Richtung Freibad entstehen soll. Dafür reiche das Gelände des Museums in jedem Fall aus, sagte Bockhop.

So schnell wie möglich möchte er Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka das Projekt vorstellen. Denn Eigentümer des Goldschatzes ist das Land Niedersachsen, das dem Landkreis das Gold in Syke als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen soll.

Ziel sei es, die besonderen Schätze des Kreismuseums miteinander zu verbinden, erklärt Bockhop. Will heißen: In naher räumlicher Verbindung sollen die Besucher den Asendorfer Silberschatz und die Sammlung römischer Bronzegefäße – laut Museumsdirektor Dr. Ralf Vogeding einzigartig auf der Welt – sowie die Funde entlang der Pipeline bewundern können.

Denn im Landkreis Diep holz waren während des Baus der NEL (Nordeuropäische Erdgasleitung) außer dem Goldschatz seltene Glasperlen, Münzen, Scherben und sogar die Überreste eines ganzen Dorfes gefunden worden (wir berichteten). Entstehen soll im Kreismuseum der Rahmen für eine Wohlfühl-Reise in die Vergangenheit. Ein fachlich versierter Innenarchitekt soll die Räume ausstatten und die Fundstücke mit Hilfe des „methodischen Feuerwerks“ didaktisch optimal präsentieren: Historie, die fasziniert. Der Fundort Gessel und der Standort Syke sollen in ein Martketingkonzept nach Möglichkeit mit einbezogen werden. Doch dafür müsse der erste Stein liegen, sagt Bockhop: „Das ist der Goldschatz.“ Wenn das Land den einmaligen Fund 2013/14 wie angekündigt in einer Sonderausstellung in Hannover präsentieren wolle, dann müsse der Anbau in Syke – sprich die Schatulle – 2013 gebaut und das Geld dafür Ende 2012 in den Haushalt eingestellt werden. Nur so könnte der Schatz direkt nach Syke umziehen. · sdl

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