Michael Geisler mit dritter Spendenaktion / Sponsoren erstaunt: „In Twistringen gibt es auch Armut?“

Rund 300 Weihnachtsgeschenke für die „Tafel“-Kinder

Gestern türmten sich die Geschenke für die Kinder und Jugendlichen in der „Twistringer Tafel“ an der Westerstraße. Darüber freuten sich (v.l.) Ricklef Andreae, Andrea Meyer van Anken, Michael Geisler und Heidi Ellerhorst.

Bassum - TWISTRINGEN (tw) · „Gibt es das in Twistringen auch?“ fragen manche Kunden erstaunt Kaufmann Michael Geisler, der Anfang Dezember seine dritte Spendenaktion „Tut was Gutes“ startete. Gestern Nachmittag lagen rund 300 Weihnachtspakete und -päckchen in der „Twistringer Tafel“ an der Westerstraße, für Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien.

Sortiert mit Altersangabe sowie Vermerk Jungen oder Mädchen enthalten die Spendenpäckchen unter anderem Bücher, Socken, Puppen, Teddys, Hörkassetten, Fußball, Spiele, T-Shirts oder auch Baby-Spielzeug.

Nach 2008 und 2009 engagiert sich Michael Geisler (M.G. Fashion) nun erneut. Seit seinem Aufruf Anfang Dezember „Helft mit und schenkt ein bisschen Freude an die Kinder der Tafel!“ türmten sich die Spenden, und seine Kunden gaben wieder reichlich. Wer ein kleines Präsent abgab, erhielt 20 Prozent Rabatt auf seinen Einkauf. Da seien, so Geisler, auch Spender dabei, die extra losgelaufen seien, um neues Spielzeug oder auch ein Kleidungsstück zu besorgen.

Die Tafel versorgt jede Woche mindestens rund 140 Haushalte mit etwa 110 Kindern und gut 200 Erwachsenen.

„Die Aktion ist total positiv. Dabei denken viele noch, Twistringen wäre eine heile Welt“, betonen Andrea Meyer van Anken vom Tafel-Team und Unternehmer Geisler. Aber die Realität sieht anders aus. Gerade vor Weihnachten zeigt sich das bedrückende Gesicht der Armut noch am deutlichsten. Und bei der Übergabe der Spenden an die Beschenkten fließen auch dankbare Tränen. Weitere liebevoll verpackte Geschenke treffen auch noch nach Weihnachten in der Einrichtung der Caritas und des Vereins „Lebenswege“ ein.

Andrea Meyer van Anken: „Die Tafel ist auch in Zukunft auf Sach- und Geldspenden angewiesen. Denn die Nebenkosten sind hoch, und für die Wartung der Tafel-Fahrzeuge brauchen wir auch Geld.“

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