Reiner Kowarik will auch wirtschaftliches Fundament der „Moorwelten“ stärken

Neuer Leiter – neue Ideen

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Reiner Kowarik.

Ströhen - Nach vielen Gesprächen und einem intensiven Informationsaustausch ist Reiner Kowarik vollends in den „Moorwelten“ in Ströhen angekommen. Der 72-Jährige ist seit dem 1. November neuer Leiter des Europäischen Fachzentrums für Moor und Klima (EFMK). Er hat – wie berichtet – die Nachfolge von Jan Grabowsky angetreten, der sich nach einer Elternzeit beruflich neu orientieren wird.

Der neue „Moorwelten“-Leiter hat 1943 in Wien das Licht der Welt erblickt. Noch als junger Mann wechselte er in Etappen nach Deutschland, kam über München und Stuttgart nach Espelkamp, bevor es ihn vor fast 25 Jahren nach Ströhen verschlug. Die idyllische Ortschaft mit den weiten Naturschutzflächen von internationaler Bedeutung ist für Reiner Kowarik und seine Frau seitdem zur zweiten Heimat geworden.

Auf seinem langen Berufsweg hat der gebürtige Wiener in Stuttgart an der dortigen Berufsakademie zunächst Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Logistik doziert, bevor er 1997 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte und in der Region für verschiedene Firmen als Unternehmensberater tätig war.

Mit Beginn des Ruhestandsalters stellte Kowarik sein Wissen in den ehrenamtlichen Dienst des Vereins „Ströher Dorfleben“. Als in dem Heimatverein die Planungen anliefen, zwischen dem ehemaligen Ströher Bahnhof und dem Aussichtsturm bei der Schäferei Teerling regelmäßig eine Moorbahn verkehren zu lassen, war der heute 72-Jährige gleich mit Begeisterung dabei. Er lenkte nicht nur die Lok, sondern informierte die Mitfahrer auch über die Besonderheiten des Naturraums Moor. Zudem war er von Beginn an als Organisator und Koordinator des Moorbahn-Betriebs verantwortlich. „Das mache ich auch in Zukunft weiter“, war eine Bedingung, als er zum 1. November die EFMK-Leitung übernahm. „Ich werde die Moorwelten auf der Basis der bisher ausgesprochen positiven Entwicklung weiterführen“, nennt Kowarik eine wesentliche Aufgabe seines künftigen Schaffens. Zudem hat er sich vorgenommen, „neue Ideen einzubringen, den Bekanntheitsgrad des EFMK weiter zu steigern und das wirtschaftliche Fundament der Einrichtung zu stärken.“

Aktuell erinnert Kowarik an den noch bis zum 20. Dezember laufenden Fotowettbewerb „Momente im Moor und mit dem Kranich“. Er ruft alle Besucher auf, ihre schönsten Naturaufnahmen und Fotos von den „Vögeln des Glücks“ per Mail an info@moorwelten.de zu senden. Alle eingegangenen Bilder werden auf der EFMK-Homepage und auf der Facebook-Seite der „Moorwelten“ veröffentlicht. Die Fotografen, deren Bilder die meisten positiven Klicks erhalten haben, dürfen sich über eine Jahreseintrittskarte oder einen Gutschein für die Teilnahme an einer Moorerlebnisführung freuen.

Über die bevorstehenden Festtage wird das EFMK ein kurzes „Weihnachtsschläfchen“ einlegen. Von Montag, 21. Dezember, bis einschließlich Montag, 4. Januar 2016, bleiben die Türen der „Moorwelten“ für den Publikumsverkehr geschlossen. Los geht es wieder am Dienstag, 5. Januar, zu den gewohnten Zeiten – täglich (außer montags) von 10 bis 18 Uhr. „2016 geht es mit vielen interessanten Vorträgen und Exkursionen weiter“, kündigt Reiner Kowarik schon jetzt an. Auch ein „Tag der Regionen“ sei wieder geplant.

ges

www.moorwelten.de

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