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Zwischen Küche und Klo

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Eifrige Putzhexen: Das Foto der Mädels der Jugendfeuerwehr Leeste wurde das „Bild des Tages“. Foto: Lagerzeitung
Eifrige Putzhexen: Das Foto der Mädels der Jugendfeuerwehr Leeste wurde das „Bild des Tages“. © Lagerzeitung

Geselliges Lagerleben, Ferien- und Partystimmung, bewegungsreiche Wettbewerbe und zwischendurch immer mal wieder Quatschen, Chillen oder einfach ein wenig Kraft sammeln. Doch das ist nicht alles, was die Jugendlichen beim 39. Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Diepholz derzeit erleben.

Barver - Von Anja Schubert. Auch Mithelfen gehört dazu, beim Spülen und Reinemachen, und das dreimal täglich im Wechsel. Doch wie ist es, im „Apollo Beach“, dem Sanitärbereich, Duschen, Waschbecken und Toiletten zu reinigen, die rund 1 800 Teilnehmer benutzen?

Geschirreinigung bei hämmernden Beats: Das machte allen Jugendlichen im Spülzelt großen Spaß. Foto: Schubert
Geschirreinigung bei hämmernden Beats: Das machte allen Jugendlichen im Spülzelt großen Spaß. © Schubert

„Es ist zwar etwas eklig, aber nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt hab“, berichtet Evelyn. „Glücklicherweise müssen wir Mädchen auch nur den Mädchenbereich sauber machen. Ein Jungenklo möchte ich nicht unbedingt putzen.“ Mit Eimern, Schrubbern, Handschuhen und weiteren Putzutensilien bewaffnet waren sie und ihre übrigen Cornauer Kameradinnen gestern Mittag auf Putztour. „Wer schon einmal mit Kloputzen dran war, nimmt sich bei der Benutzung vielleicht zukünftig mehr in Acht“, sieht Kameradin Ella darin auch einen positiven Lerneffekt. Dem können die anderen Mädels nur zustimmen.

Geschafft: Nach dem Putzen äußerten die Mädels aus Cornau ihre Eindrücke. Foto: Schubert
Geschafft: Nach dem Putzen äußerten die Mädels aus Cornau ihre Eindrücke. © Schubert

Auch nach jedem Essen heißt es für die Jugendlichen Hand anlegen. Dann wird mit ihrer Unterstützung das dreckige Geschirr im Spülmobil gereinigt. Damit diese Arbeit so richtig Spaß macht, wird im Spülzelt „aufgelegt“, was die Mädchen und Jungen mögen. Zu den hämmernden Beats wird im Takt das Geschirr in Spülkörbe gestapelt, zwischendurch abgetanzt und nach dem Spülgang alles abgetrocknet und wegsortiert. „Das dröhnt ganz schön“, schmunzelten zwei Helfer der etwas älteren Generation scherzhaft, die mit ihren Mitstreitern den Spüldienst beaufsichtigen. „Hier fließt auch ein wenig Erziehung mit ein. Die Kinder haben hier nicht nur Spaß, sondern lernen für'‘s Leben“, weiß auch Feuerwehrsprecher Matthias Thom. Sofort seien die Jugendlichen den Helfern ans Herz gewachsen.

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