Rehdens Grundschulleiterin Annhild Pilgrim wechselt in den Ruhestand

Zum Abschied regnet es rote Rosen

Abschied mit ein bisschen Wehmut: Rehdens Grundschulleiterin Annhild Pilgrim (2.v.r.) geht in den Ruhestand. Dezernentin Sandra Schenk, Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch (2.v.l.) und Fachdienstleiter Ralf Lammers dankten ihr für ihre Dienste.
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Abschied mit ein bisschen Wehmut: Rehdens Grundschulleiterin Annhild Pilgrim (2.v.r.) geht in den Ruhestand. Dezernentin Sandra Schenk, Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch (2.v.l.) und Fachdienstleiter Ralf Lammers dankten ihr für ihre Dienste.
  • Melanie Russ
    vonMelanie Russ
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Rehden/Wetschen – Sie hat es so gewollt, und trotzdem fällt Annhild Pilgrim der Wechsel in den vorzeitigen Ruhestand nicht leicht. Seit 2012 war sie zunächst als Konrektorin, zuletzt drei Jahre als Leiterin der Grundschule Samtgemeinde Rehden tätig. Am 31. Juli ist Schluss. Am Mittwoch, dem letzten Schulttag, wurde sie mit einer kleinen Feier in der Außenstelle Wetschen offiziell verabschiedet.

Einerseits freue sie sich auf die gewonnene Zeit für Hobbys, Reisen und die Enkelkinder, so Pilgrim. Aber der Abschied sei auch mit Wehmut verbunden. „Denn ich habe die Arbeit ja mit viel Herzblut gemacht.“

Annhild Pilgrim wurde 1979 – zunächst als Vertretungslehrerin – in den Schuldienst berufen. Bevor sie 2012 nach Rehden wechselte, unterrichtete sie sieben Jahre lang an der Grundschule Drebber. „Mit 50 habe ich mir gedacht, irgendwas muss da noch passieren“, begründete sie ihre Entscheidung, in Rehden Verantwortung zu übernehmen. „Die Leitung wollte ich eigentlich gar nicht übernehmen“, erinnerte sie sich. Vor drei Jahren hat sie sich dann doch überreden lassen. „Ich habe es nie bereut.“

Das prägendste Ereignis in Rehden war die Schließung der Außenstelle Barver 2018. Sie habe damals viele Gespräche mit den Eltern geführt, blickte sie zurück. „Wir haben es, glaube ich, gut hingekriegt.“

Schmerzlich vermisst wurden am Mittwoch die Grundschüler, die Pilgrim nach eigener Aussage wohl am meisten fehlen werden. Auch die Kinder hätten sehr bedauert, dass sie nicht dabei sein können, sagte eine Lehrerin. Aber sie haben für ihre Schulleiterin ein Abschiedsgeschenk gebastelt: ein Buch, in dem jeder Schüler eine Seite gestaltet hat.

Auch die Kollegen wollten ihre Chefin nicht einfach so ziehen lassen. Pilgrim erhielt einen Reisegutschein und von jedem Kollegen eine rote Rose. Dazu erklang – live gesungen – „Für mich soll’s rote Rosen regnen“. Zuvor hatten die Kollegen ihrer Rektorin für das Vertrauen und die Wertschätzung gedankt, die sie ihnen entgegengebracht hatte. „Dein großer Schatz an Erfahrungen wird uns fehlen.“ Pilgrim sei immer wichtig gewesen, dass sie alle Kinder auch in den Außenstellen kenne. Sie habe viel Engagement für sie aufgebracht und neuen Herausforderungen wie den digitalen Medien aufgeschlossener gegenübergestanden wie manch jüngere Kollegin.

Dezernentin Sandra Schenk lobte Pilgrim für die Ruhe, Umsicht, Freundlichkeit und Offenheit, mit der sie sich für ihre Schüler und Kollegen eingesetzt hatte. Auch die Zusammenarbeit mit Eltern und Verwaltung sei ihr immer wichtig gewesen. Den Einfluss Pilgrims spüre man überall. „Wenn man die Grundschule betritt, fühlt man sich sofort wohl. Alles ist bunt und freundlich.“

Die Verwaltung weiß ebenfalls, was sie an Annhild Pilgrim hatte. „Sie waren für uns als Grundschulleiterin immer eine verlässliche Partnerin“, sagte Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch. Sie habe nach ihrem Wechsel nach Rehden sofort beherzt Leitungsfunktionen übernommen und in ihrer Zeit viel erreicht. Und Pilgrim sei es immer wichtig gewesen, ihre Kollegen in Entscheidungen einzubinden.

Eine Nachfolge ist noch nicht gefunden. „Leider gab es bisher keine Bewerbungen“, sagte Schenk. Kommissarisch wird Claudia Prentler, die seit drei Jahren an der Schule tätig ist, die Leitung übernehmen.

Von Melanie Russ

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