Ehepaar Hertha und Heinz Meyer feiert eiserne Hochzeit in Kellenberg

Zufriedener Blick auf erfolgreiches Leben

Hertha und Heinz Meyer vor ihrem Hauseingang, den eine prächtige, von den Nachbarn gebundene, Girlande schmückt. - Foto: hwb

Hemsloh - „Ihr könnt heute ohne Zweifel zufrieden auf ein erfolgreiches Leben zurückblicken. Ein Leben geprägt von Arbeit, bei dem aber auch die Geselligkeit nie zu kurz gekommen ist.“ Mit diesen Worten ging Hemslohs Bürgermeister Friedrich Sandering kurz auf den gemeinsamen Lebensweg ein, den Hertha und Heinz Meyer aus Kellenberg seit nunmehr 65 Jahren gemeinsam gehen.

„Ihr habt alle Feste der Vereine unterstützt und verfolgt auch heute noch mit Interesse das Leben in der Gemeinde“, resümierte Sandering. „Ich sehe dich, Heinz, noch heute oft bei deinen Spaziergängen und dich, liebe Hertha, im Garten“, drückte der Bürgermeister seine Freude darüber aus, dass es beiden gesundheitlich noch recht gut gehe.

Sandering gratulierte in Begleitung von Ratsmitglied Sigrid Klöcker im Namen der Gemeinde Hemsloh und der Samtgemeindeverwaltung Rehden. Die „Glückwünsche der Obrigkeit“, sprich des Landes Niedersachsen und des Landkreises, überbrachte stellvertretender Landrat Werner Schneider.

Geheiratet hatte das Paar am 26. Mai 1951. An dem Tag feierten auch die Eltern des Bräutigams ihre silberne Hochzeit. Bereits vier Wochen später kam Sohn Wolfgang zu Welt. Kennengelernt hatten sich die beiden zwei Jahre zuvor in der Gaststätte von Adolf Bünte – dem heutigen „1.000 Laternen“. Für Heinz Meyer war es von Zuhause bis nicht viel mehr als ein „Katzensprung“, steht sein Geburtshaus doch in direkter Nachbarschaft. Seine Frau Hertha, eine geborene Lampe, kam aus Wagenfeld nach Kellenberg.

Mit der Hochzeit zog sie auf den Hof ihres Mannes. Gemeinsam versorgten sie zwischen 400 und 600 Schafe. Nebenbei fuhr er Milch, insgesamt 50 Jahre. „Zu Anfang noch mit dem Pferdegespann“, erinnerte sich gestern der 88-Jährige. Er hatte diesen Dienst von seinem Vater übernommen.

Für ihn und seine Frau kam aber auch die Freizeit nicht zu kurz. Beide waren im Schützenverein Hemsloh aktiv und regierten 1960/61 das Schützenvolk als Königspaar.

Treffsicherheit bewies Heinz Meyer zudem als leidenschaftlicher Jäger. Auch in der Feuerwehr und im Sportverein war er aktiv.

Kindheit und Jugend waren für beide nach eigener Aussage nicht immer einfach, schließlich wuchsen sie in der Zeit des Nationalsozialismus auf. Hertha absolvierte mit 14 Jahren ein Pflichtjahr in einer kinderreichen Familie in Sulingen, Heinz wurde mit 16 Jahren zum Reichsarbeitsdienst verpflichtet und war auch noch im Wehrmachtseinsatz. Kurz zuvor war seine damals siebenjährige Schwester durch Tiefflieger tödlich verletzt worden.

Nach der gestrigen Zusammenkunft in kleinem Kreis in der Familie von Sohn Wolfgang und Schwiegertochter Hannelore anlässlich der standesamtlichen Trauung wird es morgen zum Tag der kirchlichen Trauung eine größere Feier in Schmales Bauerndeele in Wagenfeld geben. 

hwb

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