VGH zeigt preisgekrönte Fotos im Rehdener Rathaus

Eigenheiten und besondere Momente im Bild

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Ralf Lammers von Fachdienst „Zentrale Dienste“ (v.l.), Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch und Thomas Halfbrodt, Inhaber der VGH-Agentur in Wetschen, freuen sich, auch in diesem Jahr wieder preisgekrönte Fotos im Rathaus in Rehden präsentieren zu können.

Rehden - Von Marcel Jendrusch. Ein Rathaus ist in der Regel ein Gebäude, das viele Bürger nur im Notfall besuchen. Bürokratie, Gebühren, Wartezeiten – den meisten Menschen kommen bei dem Gedanken an diesen Ort eher negative Dinge in den Sinn. In Rehden ist das anders. Das Rathaus dort steht immer wieder als Kulturstätte zur Verfügung. Seit gestern sind dort bis Donnerstag, 23. Juli, erneut preisgekrönte Fotos zu sehen.

Für seine Bilder-Reportage „Trade Show“ ist Fotograf Jakob Schnetz im vergangenen Jahr mit dem VGH-Fotopreis ausgezeichnet worden. Von 2012 bis 2014 war Schnetz auf Messen in ganz Deutschland unterwegs und hielt den Alltag dort im Bild fest. Ob Industrie, Computer, Auto, Erotik oder Nutztiere – jede Branche hatte ihre Eigenheiten, auf jeder Messe ließen sich besondere Momente fotografieren. Der Künstler, Jahrgang 1991, stammt aus Freiburg und studiert seit 2012 „Fotojournalismus und Dokumentarfotografie“ an der Hochschule Hannover (HsH).

„Jakob Schnetz zeigt etwas Alltägliches – voller Abwechslung und Humor“, lautete das Urteil der hochkarätig besetzten Jury. Diese setzte sich aus Foto-Experten von „Geo“, „Stern“ und „Spiegel“ zusammen. Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und die „Zeit“ gaben ein Urteil ab. Neben dem Expertenlob freute sich Schnetz sicherlich auch über die 10000 Euro Preisgeld.

Dass die Bilder der „Trade Show“ in Rehden zu sehen sind, ist das Verdienst von Thomas Halfbrodt. Ihm gehört das VGH-Büro in Wetschen. „Ich freue mich immer, wenn ich es schaffe, die Bilder der jeweiligen Preisträger nach Rehden holen zu können“, sagt Halfbrodt. „Sobald eine Ausstellung gelaufen ist, bewerbe ich mich direkt für die nächste.“

Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch freut sich über das kulturelle Engagement, das Halfbrodt an der Tag legt. „Die Ausstellung hat ja schon Tradition und wird auch von den Bürgern sehr gut angenommen“, sagt Bloch. Gerade die Bilder, die im Bereich „Bürgerdienste“ hingen, würden sehr oft betrachtet. „Ich sehe eigentlich immer Leute, die davor stehen“, führt Bloch gut gelaunt aus.

Beide sind sich einig: „Die Bilder sind richtige Eyecatcher und das Rathaus ist ein genialer Standort für Ausstellungen.“ Auch junge Leute möchte Hartmut Bloch mit der Ausstellung begeistern. „Die Oberschule ist ja direkt um die Ecke. Im Rahmen des Kunstunterrichts wäre das Rathaus doch mal einen kleinen Ausflug wert.“

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