Samtgemeinde im Aufschwung

„Wir haben einen regelrechten Bau-Boom“

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An der Rehdener Schulstraße entstehen zurzeit zahlreiche Neubauten (Aufnahme vom 8. Juni). Ab Herbst können dann im Baugebiet „Schulstraße II“ 32 weitere Grundstücke bebaut werden.

Rehden - An der Schulstraße in Rehden wird zurzeit fleißig gebaut. „Wir haben aber nicht nur in Rehden, sondern in der ganzen Samtgemeinde einen regelrechten Bau-Boom“, sagte Gemeindedirektor Hartmut Bloch im Rahmen der Rehdener Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend.

Damit auch in Zukunft möglichst viele Bauwillige in Rehden ein neues Zuhause finden können, hat der Rat der Gemeinde den Bebauungsplan Nr. 19, „Schulstraße II“, bei einer Nein-Stimme, beschlossen. Durch die Nähe zur Grund-, beziehungsweise zur Oberschule Rehden hofft das Gremium, vor allem junge Familien für die Ortschaft zu begeistern. Der Plan scheint aufzugehen: Für die 32 Baugrundstücke im Gebiet gibt es laut Hartmut Bloch 55 Interessenten. Zwar sei es möglich, dass einige derjenigen, die auf der Warteliste stehen, mittlerweile anderswo bauen würden, insgesamt sehe er jedoch kein Problem, die Flächen zu verkaufen. Der Gemeindedirektor nannte den Herbst als geplanten Baustart.

Ratsherr Dieter Koch hatte vor der Abstimmung noch einmal seine Ablehnung zum Ausdruck gebracht: „Alle sprechen von ,Sahnegrundstücken‘ – es wird hier aber auch eine ,Sahnelandschaft‘ kaputtgemacht.“ Er hätte es vorgezogen, wenn neuer Baugrund innerörtlich entstanden wäre. Bloch entgegnete ihm, dass ein neues Baugebiet im Ort durch verschiedene Restriktionen nicht möglich sei.

Auch die Festsetzung der Grundstücksverkaufspreise war Thema der Sitzung. Bei einer Enthaltung einigte sich das Gremium auf 41 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Im Verkaufspreis ist der nach den Vorschriften des Baugesetzbuchs zu erhebende Erschließungsbeitrag enthalten. Nicht enthalten sind die Abwasserbeiträge, die die Samtgemeinde für den Anschluss an die zentrale Schmutzwasserkanalisation erhebt sowie die Vermessungskosten.

Der vom Gemeinderat beschlossene Quadratmeterpreis liegt etwas über dem vom Verwaltungsausschuss empfohlenen Preis. Dieser hatte einen Betrag unterhalb der 40-Euro-Grenze angeregt. Laut Heino Mackenstedt sollte dies mögliche Käufer jedoch nicht verschrecken. „Wir dürfen nicht vergessen und können gar nicht oft genug erwähnen, dass man in Rehden pro Kind, das neu in die Samtgemeinde zieht, 1 500 Euro Wohnungsbauförderung pro Jahr bekommt – und das bis zu fünf Jahre lang.“ 

mj

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