Wilking lobt Qualität heimischer Hengste

Pferdezuchtverband Diepholz zieht Jahresbilanz

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Der Vorstand des Pferdezuchtverbandes mit (v.l.) Friedrich Lampe, Wilhelm Schwierking, Wolfgang Bollhorst, Heinrich Gießelmann und Jan-Dirk Gießelmann.

Düversbruch - Hartmut Wilking, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Hannoveraner Verbandes, hielt nach Ansicht des Pferdezuchtverbandes (PZV) Diepholz anlässlich dessen Jahreshauptversammlung einen sehr interessanten Vortrag über das aktuelle Verbandsgeschehen in Verden. Die Bedeckungszahlen seien weiterhin rückläufig. Demzufolge sei ein Rückgang bei den eingetragenen Stuten zu verzeichnen, so Wilking. Die Stutenprüfungen würden nach wie vor schlecht angenommen. Erfreulich sei ein Aufschwung bei den Auktionen, bei denen ein Anstieg der Durchschnittspreise zu beobachten sei.

Wilking erwähnte die sehr gute Qualität der von den Mitgliedern des PZV Diepholz vorgestellten Hengste bei den Körungen. So hatte Wilhelm Klausing in Verden einen Prämienhengst, der von Sezuan abstammte. Dieser Hengst wurde nach Dänemark verkauft. Mit Interesse nahmen die Anwesenden die Ausführungen von Hartmut Wilking zur Kenntnis.

Zu Beginn der Zusammenkunft im Gasthaus Nüßmann-Neumeier hatte Geschäftsführerin Ulrike Schwierking über die Erfolge der Mitglieder des PZV Diepholz auf der Stutenschau 2017 in Ochtmannien (Hof Brüning), die Herwart von der Deecken Schau in Verden und anderen Schauplätzen berichtet. Ebenfalls wurde über diverse Körungen und erfolgreiche Sportpferde von Züchtern des Pferdezuchtvereins in der Versammlung Bilanz gezogenen.

Vorsitzender Friedrich Lampe hob noch besonders die Erfolge von Jan-Dirk Gießelmann mit seinen Grand Prix Pferden Real Dancer und Haya hervor, die in Frankfurt und Verden die Grand Prix Kür gewinnen konnten.

Pferdeherden und Problemwölfe

Präsentkörbe übergab er an besonders erfolgreiche Züchter. Dies waren Wilhelm Klausing für seinen Prämienhengst von Sezuan/Donnerhall in Verden; Arndt Schwierking für sein Hengstfohlen von Conthargos/Balou du Rouet – Sieger Fohlenschau Ströhen und Sieger springbetonte Fohlen Deutsches Fohlenchampionat in Lienen; Jan Dirk Gießelmann – Siege in der Grand Prix Kür mit Real Dancer in Frankfurt und Haya in Verden.

In ihren Ämtern bestätigt wurden Friedrich Lampe und Heinrich Gießelmann. Jan-Dirk Gießelmann schied als Kassenprüfer aus. Als Nachfolger für drei Jahre wurde Matthias Fiedler einstimmig gewählt. Die Kassenprüfer Erwin Verbarg und Wilfried Klanke hatten zuvor der Geschäftsführerin Ulrike Schwierking eine ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigt und die Versammlung um Entlastung des Vorstandes gebeten.

Im Anschluss daran hielt Dr. Kirchhoff, Referent bei Vorträgen zum Thema Pferd und Wolf, einen Vortrag zu diesem Thema. Er ist Ansprechpartner des Informationsnetzwerkes Pferdeherden und Problemwölfe. Dr. Kirchhoff zeigte einen von ihm in Zusammenarbeit mit dem Hannoveraner Verband gedrehten Film über die bekannte Problematik. Dieser Film wurde auf der „Grünen Woche“ in Berlin gezeigt. Die Versammlung war der Auffassung, dass hoffentlich viele Leute die schrecklichen Bilder von schwerstverletzten beziehungsweise toten Wildtieren, Schafen, Rindern und Pferden gesehen haben und ein anderes Bild von dem Ernst der Lage bei noch stärkerer Verbreitung des Wolfes bekommen.

Wölfe fressen kein Gras

Die Weidetierhalter fordern mit Blick auf die rasante Ausbreitung des Raubtieres und die steigende Zahl an tödlichen Übergriffen auf Weidetiere ein aktives Wolfsmanagement und gehen damit auf deutliche Distanz zu der unkritischen Willkommenskultur gegenüber den Raubtieren, die das Niedersächsische Umweltministerium weiter pflegt.

Dr. Kirchhoff verteilte eine Broschüre mit dem Titel: Wölfe fressen kein Gras. Er referierte über einige in der Broschüre enthaltenen Punkte, wie zum Beispiel Herdenschutz, ob mit überdimensionalen Zäunen oder Schutzhunden ist eine Illusion oder es vergeht fast kein Tag, an dem keine Haustiere gerissen werden. Er bestätigte, dass die Weidetierhalter die Erwartungen großer Teile unserer Bevölkerung an artgerechter Tierhaltung erfüllen und die Tiere nicht der Chance auf Weidegang beraubt werden dürften. „Es wäre wünschenswert, dass Menschen sich an der Weidetierhaltung erfreuen und weiterhin hochwertige Lebensmittel beziehen können“, sagte Kirchhoff. Weitere Infos zu diesem Thema:

www.aktives-wolfsmanagement.de

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