Wilder Westen in Dönsel

Abwechslungsreiches Reitturnier mit 1400 Starts auf der Roofman Ranch

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Beim Reining ging’s im Galopp über den Turnierplatz.

Dickel – Vier Tage lang ging es auf der Roofman Ranch in Dönsel zu wie im Wilden Westen: Staubiger Sandboden, wiehernde Pferde und Reiter mit Westernhüten dominierten von Karfreitag bis Ostermontag die Kulisse des laut Veranstalter größten Westernreitturniers in Norddeutschland. Insgesamt 1400 Starts waren in verschiedenen Disziplinen angemeldet.

Die Teilnehmer kamen überwiegend aus dem norddeutschen Raum in die Samtgemeinde Rehden, aber auch aus dem Rheinland und Westfalen, um sich unter anderem für die Deutschen Meisterschaften im Westernreiten zu qualifizieren. Besonderheiten bei diesem Turnier waren die Disziplinen Cutting und Working Cowhorse, die laut Veranstaltungsleiter Ralf Seedorf bei den wenigsten Turnieren gezeigt werden.

Im Vergleich zum Vorjahr war die Starterzahl um 400 Anmeldungen gestiegen – ein Zuwachs von 40 Prozent. Seedorf, der auch selbst am Turnier teilnahm, freute sich über die gute Resonanz. Am meisten zeigte er sich vom durchgehend sehr hohen Leistungsniveau der Reiterinnen und Reiter beeindruckt: „Im Durchschnitt sind die Wertungen 20 Prozent besser als letztes Jahr. Das muss wirklich hervorgehoben werden.“

Seedorf berichtete von einem guten Ablauf des Turniers, bei dem es keine größeren Zwischenfälle gegeben habe und der Zeitplan im Großen und Ganzen eingehalten werden konnte. Das habe auch an der sehr guten Vorbereitung und Arbeit der vier Mitarbeiter der Roofman Ranch und den mehr als 50 freiwilligen Helfern gelegen. „Ohne diese Hilfe wäre so ein großes Turnier einfach nicht möglich gewesen. Dafür ein großes Dankeschön“, so Seedorf. Er dankte auch den Nachbarn, die Verständnis für den Trubel hatten, der vier Tage lang rund um die Ranch herrschte.

Das erste Highlight für Zuschauer und Teilnehmer gab es bereits am ersten Turniertag. Beim Horse and Dog Trail traten die besten Reiter aus Deutschland gemeinsam mit Pferd und Hund gegeneinander an und kämpften um die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft in Kreuth.

Am Ostermontag standen die wohl spektakulärsten Disziplinen auf dem Programm: Reining, Cutting und Working Cowhorse. Beim Reining handelt es sich um eine Disziplin, die ausschließlich im Galopp geritten wird. Die wichtigsten Manöver seien hier das schnelle Abstoppen mit den Hinterbeinen und der sogenannte Spin, bei dem sich das Pferd möglichst auf der Stelle mehrfach im Kreis drehe, erläuterte Ralf Seedorf.

Nach dem Reining, das als „Trockenübung“ für die Arbeit mit Rindern gesehen werden könne, wie Seedorf erklärte, wurden Rinder in die Reitarena gelassen: Zunächst mussten die Teilnehmer mit ihrem Pferd beim Cutting ein Rind aus einer Herde herausholen und am Zurückkommen hindern. Die letzte Disziplin war Working Cowhorse. Hier mussten die Starter ein Rind in der Arena kontrollieren. Durch geschicktes Reiten sollte das Tier bestenfalls in einer sauberen Acht durch die Arena geführt werden.

Deftiges vom Grill, Salate vom Saloon Team und Getränke sorgten dafür, dass weder Besucher noch Teilnehmer hungern oder an einer staubtrockenen Kehle leiden mussten. Wer vom Westernfieber gepackt wurde, konnte sich bei Ausstellern mit passenden Artikeln eindecken. 

jr

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