Wiedervernässung im Barver Moor beginnt mit Gehölzschnitt

Im Osten der Gemeinde Barver beginnt die Wiedervernässung des Barver Moores im Rahmen der Flurbereinigung Barver Nord. Zunächst werden Gehölze entfernt, um die Landschaft offenzulegen. Karte: Landesamt für Geoinformation

Barver – Eine der letzten wesentlichen Maßnahmen im Rahmen der seit 2012 laufenden Flurbereinigung Barver Nord soll in Kürze umgesetzt werden: die Wiedervernässung einer etwa 115 Quadratmeter großen Fläche im Barver Moor. Ziel ist es, den Lebensraum für hochmoortypische Pflanzen und Tiere gesichert und weiterentwickelt werden, wie die Außenstelle Sulingen des Amts für regionale Landesentwicklung (ArL) mitteilt.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Oberflächenwasser zurückgehalten und eine Offenlandschaft beziehungsweise eine Halboffenlandschaft hergestellt. Auf den einzelnen Teilflächen soll sich ein langfristig wachsendes Hochmoor entwickeln.

Zur Baufeldräumung und Herstellung des Offenlandcharakters seien Gehölzentfernungen erforderlich, so das ArL. Im Bereich der Wasserregulierung werden Verwallungen angelegt und mit Überläufen versehen. Die bestehenden Entwässerungseinrichtungen werden verschlossen und Gräben teilverfüllt. Außerdem sollen die senkrechten Wände, die durch ehemalige Torfstiche entstanden sind, abgeflacht werden.

Noch im Oktober soll im mittleren und südlichen Moorbereich die Gehölzentfernung beginnen. Die Erdarbeiten starten dort im kommenden Jahr. Für den nördlich Moorbereich sind die Gehölzarbeiten für 2020 geplant, und mit den Erdarbeiten soll rund ein Jahr später begonnen werden. Die Behörde geht davon aus, dass alle Arbeiten bis 2021 abgeschlossen werden. Die Kosten belaufen sich demnach auf etwa 300 000 Euro.

Die Maßnahmen werden von der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Barver-Nord in Kooperation mit der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz ausgeführt.

Die Flurbereinigung Barver Nord umfasst insgesamt gut 1 800 Hektar. Daran beteiligt sind 302 Einwohner. Zwar liegt der Schwerpunkt des Verfahrens auf der Land- und Forstwirtschaft, aber auch Naturschutz, Landschaftspflege und Verbesserungen im Bereich Freizeit und Erholung sind Ziele.

In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Wege in der Gemeinde Barver ausgebaut, 2017 sind die beteiligten Flächeneigentümer im Rahmen der vorläufigen Besitzeinweisung auf ihre neuen Flächen umgezogen. Nach der Berichtigung des Liegenschaftskatasters und der Grundbucheinträge im Jahr 2021 soll das Verfahren 2022 abgeschlossen werden.  mer

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