Verfahren für zweiten Bauabschnitt gestartet

Gemeinde Wetschen plant 18 weitere Baugrundstücke an der Sankt-Hülfer-Straße

Im zweiten Abschnitt des Baugebiets Sankt-Hülfer-Straße sollen 18 Baugrundstücke entstehen.
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Im zweiten Abschnitt des Baugebiets Sankt-Hülfer-Straße sollen 18 Baugrundstücke entstehen.

Wetschen – Acht der 24 Baugrundstücke sind nach gut einem Jahr Vermarktung noch zu haben im Baugebiet „Sankt-Hülfer-Straße I“ in Wetschen. Weil auch sie nach Einschätzung von Gemeindedirektor Hartmut Bloch in wenigen Monaten vergeben sein werden, hat die Gemeinde mit dem Verfahren zur Ausweisung des östlich anschließenden zweiten Bauabschnitts begonnen.

Dort sollen auf einer 1,5 Hektar großen Fläche 18 Baugrundstücke entstehen. Ihre Größe reicht von 667 bis 760 Quadratmetern. Im nördlichen Bereich entlang der Sankt-Hülfer-Straße sieht der Entwurf des Bebauungsplans eine eingeschossige Bauweise vor, im südlichen Bereich sind zweigeschossige Gebäude möglich. Die Firsthöhe darf 10,50 Meter nicht überschreiten. Zwar möchte die Gemeinde den künftigen Bauherren einen möglichst großen Gestaltungsspielraum lassen, allerdings müssen sich die Gebäude in die vorhandene Bebauung einfügen.

Erlaubt sind nur Ein- und Zweifamilienhäuser – mit einer Ausnahme. Ein Grundstück ist für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums vorgesehen. Laut Gemeindedirektor Hartmut Bloch wird die Wohnbau Diepholz dort ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen errichten. Auch die Gemeinde wird sich finanziell in das Projekt einbringen.

Die Initiative dazu war von der SPD-Fraktion ausgegangen. Insbesondere für sozial benachteiligte Personen werde es zunehmend schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu finden, argumentierten sie in ihrem Antrag, der auch die Unterstützung der Wählergemeinschaft fand. Laut Hartmut Bloch ist im nächsten Baugebiet der Gemeinde Rehden ebenfalls der Bau bezahlbaren Wohnraums angedacht. Das Bauleitverfahren für eine Fläche am Mühlenweg soll in Kürze starten.

Die Erschließung des Baugebiets „Sankt-Hülfer-Straße II“ ist für das kommende Jahr geplant. Sobald die aktuell landwirtschaftlich genutzten Flächen abgeerntet sind, soll es losgehen. Angesichts der langen Warteliste für den ersten Abschnitt dürfte die Nachfrage auch im zweiten groß sein.

Dass die Ausweisung weiterer Baugebiete danach in ähnlichem Tempo weitergehen könnte, stellte Bloch, der im Herbst aus seinem Amt ausscheidet, in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag infrage. „Wenn jedes Jahr 20 Häuser entstehen, ist das eigentlich ein bisschen happig.“ Für ein gesundes Wachstum sei es ausreichend, wenn etwa zehn Grundstücke jährlich bebaut würden. „Wir wachsen zu schnell. Wir müssen ein bisschen aufpassen.“

Bislang hatte er insbesondere in Rehden, aber auch in Wetschen für die Ausweisung weiterer Bauplätze geworben, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden und die Infrastruktur wie Kita, Schulen und Ähnliches langfristig halten zu können.

Auch hinsichtlich der Vermarktung soll sich etwas ändern. Das Baugebiet „Sankt-Hülfer-Straße II“ wird laut Hartmut Bloch das erste sein, bei dem die Gemeinde steuernd eingreift. „Wir werden das Windhundverfahren aufgeben“, sagte er auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Wilhelm Dückering, ob man beim Verkauf der Grundstücke nicht einheimischen jungen Leuten den Vorrang vor Auswärtigen geben könne. Das wäre nicht nur für die jungen Menschen wichtig, die in ihrer Heimat ein Haus bauen wollten, aber wegen der hohen Nachfrage kein Grundstück bekommen, sondern auch für die Vereine, denen es schwer falle, Auswärtige zu integrieren.

Laut dem Gemeindedirektor bereitet die Verwaltung diesbezüglich gerade eine Konzeption vor, die auch für das nächste Baugebiet in Raheden gelten soll.

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