Führung durch das Rehdener Geestmoor

Weit und einzigartig

Das Rehdener Geestmoor – weit und einzigartig. Zur Beobachtung empfiehlt sich ein Fernglas. - Foto: Schepers

Rehden - Die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin Michaela Meyer wird am Freitag, 8. Juli, ab 17.30 Uhr die Einzigartigkeit des Naturschutzgebietes „Rehdener Geestmoor“ vorstellen und auf die enge Verzahnung von Kulturgeschichte und Moor eingehen.

An diesem Tag erfahren die Teilnehmer auf der etwa eineinhalbtündigen Führung etwas zur Entstehungs- und Nutzungsgeschichte des Rehdener Geestmoores und die Bedeutung der Moore für den Menschen früher und heute und für die typischen Pflanzen und Tiere. Die Führung startet am Aussichtsturm (für das Navi: Moordamm 10, 49453 Hemsloh). Die Führung ist nicht für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet. Die Teilnehmer sollten festes Schuhwerk und passende Kleidung (wetter- und mückenfest) mitbringen. Ein Fernglas ist empfehlenswert. Der Kostenbeitrag beträgt fünf Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Informationen gibt Michaela Meyer unter Telefon 0162/5199887.

Auf der Führung durch das Rehdener Geestmoor, das eines von insgesamt 15 Hochmooren in der Diepholzer Moorniederung ist und bereits vor dem Ende der industriellen Abtorfung im Jahr 1997 umfangreich renaturiert wurde, werden auch typische Pflanzen und Tiere des Hochmoores genauer unter die Lupe genommen. So konnten sich die Bestände der für das Moor typischen Pflanzen wie Torfmoose, Wollgras und Glockenheide durch regelmäßige Pflegemaßnahmen erholen. Auch hochmoortypische Vögel wie Bekassine oder Rotschenkel finden hier einen gut zu überblickenden Rückzugsraum.

Laut Meyer hatte der Mensch lange ein gespaltenes Verhältnis zum Moor. Auf der einen Seite erschien es öde und ohne scheinbaren Nutzen, auf der anderen Seite faszinierte es durch seine Weite und seine Einzigartigkeit. Für viele Menschen bedeutete das Moor allerdings noch vor einigen Jahrzehnten eine Existenzgrundlage. Um Brennstoff für die häuslichen Feuerstellen zu gewinnen, wurden viele Moore über Jahrhunderte durch sogenannte Moorbauern genutzt und war für diese lebensnotwendig. Besonders dadurch, dass das Brennholz in unserer Region knapp war und die Kohle teuer. So musste der Torf mühsam per Hand gewonnen werden. Bei vielen Mooren war es so, dass jede Siedlerstelle einen schmalen Streifen Moor bekam, um Torf stechen zu können. So sind die Flurstücke teilweise noch heute aufgeteilt.

Nähere Informationen und weitere Veranstaltungen im Internet.

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