Kritik einer Bürgerin

Müll und Hundekot am Waldkindergarten in Hemsloh

Weil das Areal des Waldkindergartens neben der Schützenhalle öffentlich zugänglich ist, finden sich dort auch immer wieder unerwünschte Hinterlassenschaften.
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Weil das Areal des Waldkindergartens neben der Schützenhalle öffentlich zugänglich ist, finden sich dort auch immer wieder unerwünschte Hinterlassenschaften.

Hemsloh – Gleich mehrere Punkte, die ihr Sorgen bereiten, brachte die Hemsloherin Margret Werner in der Bürgerfragestunde der jüngsten Ratssitzung vor. Zum einen beklagte sie, dass der Schützenplatz und der benachbarte Waldkindergarten immer häufiger und bis tief in die Dunkelheit als öffentlicher Spielplatz genutzt würden. Außerdem liefen Hunde auf dem Schützenplatz herum.

Auf dem gesamten Areal würden immer wieder Müll und gefüllte Kotbeutel hinterlassen. „Die Hunde können genauso auf der Straße Zum Igelberg ausgeführt werden. Dort spielen nicht die kleinen Kinder und Besucher müssen nicht auf der Bank sitzend die Hundehaufen ansehen“, argumentierte Margret Werner. Auch wenn der Waldkindergarten ein öffentlicher Bereich sei, sollte jeder Hundebesitzer wissen, dass sein Tier dort nichts zu suchen habe.

Die Problematik ist den Ratsmitgliedern laut dem stellvertretenden Bürgermeister Detlev Mackenstedt nicht unbekannt. „Du hast recht, aber eine Handhabe ist schwierig.“ Er verwies unter anderem auf die geltende Anleinpflicht. Es sei aber schwierig, sie durchzusetzen, wenn sich die Leute nicht daran halten wollten.

Außerdem würde sich Margret Werner wünschen, dass die Gemeinde mehr in Sachen Naturschutz tut. Andernorts werde aufgeforstet, Büsche, Sträucher und Hecken würden gepflanzt und Streuobstwiesen angelegt. „Warum geht so ein Engagement nicht in Hemsloh?“, fragte sie.

Die Gemeinde könnte ein Areal zur Verfügung stellen, Hemsloher Bürger und Unternehmen Geld spenden, die Mitglieder des Gemeinderats ihre Aufwandsentschädigung, schlug sie vor. Sie habe an so um die 7.000 bis 10.000 Euro gedacht. „Wir müssen einfach etwas machen“, sagte sie mit Blick auf die Welt, in der kommende Generationen leben müssen.

Detlev Mackenstedt sieht eine Streuobstwiese eher kritisch. Zum einen sei es schwierig, eine Fläche dafür zu finden, zum anderen müssten sich Freiwillige finden, die die jungen Bäume regelmäßig pflegten. „Die Finanzierung wäre kein Problem“, glaubt er. Außerdem gab er zu bedenken, dass viele Hemsloher Landwirte auf ihren Feldern Blühwiesen anlegten. Er selbst habe auf eigene Kosten auf einer 3,5 Hektar großen Fläche bienenfreundliche Pflanzen angesät. Das sehe nur keiner, weil sie dafür keine Werbung machten.

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