Neues Domizil für Gemeinwesenarbeit

Ehemalige Gaststätte Neustädter Krug wird wieder ein Ort der Begegnung

Die Initiatoren der Gemeinwesenarbeit schauten sich im ehemaligen Neustädter Krug um, der nach Abschluss der Sanierung das Domizil für ihre Aktivitäten werden soll.
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Die Initiatoren der Gemeinwesenarbeit schauten sich im ehemaligen Neustädter Krug um, der nach Abschluss der Sanierung das Domizil für ihre Aktivitäten werden soll.

Aus dem Gebäude der ehemaligen Gaststätte Neustädter Krug an der Sulinger Straße in Wagenfeld soll eine Begegnungsstätte werden. Die ersten Angebote sind schon geplant.

Wagenfeld – Einst war der Neustädter Krug an der Sulinger Straße ein lebendiger Treffpunkt. Die Gaststätte ist seit Mai vergangenen Jahres geschlossen, doch das Gebäude könnte bald wieder zu einem Ort der Begegnung werden. Das jedenfalls hoffen die Initiatoren des Gemeinwesenprojekts in der Gemeinde Wagenfeld und der Eigentümer Rolf Kleinhans-Bukowski, der das Haus derzeit kernsaniert. Die ersten zwei Angebote sind dort bereits geplant, doch es ist viel Raum für mehr.

Interessierte hatten jetzt die Gelegenheit, die Räume bei einem Tag der offenen Tür zu besichtigen. An die ehemalige Gaststätte erinnert inzwischen nichts mehr. Der gesamte Bereich wurde entkernt, alle Decken wurden abgehängt und erneuert und der Boden neu gefliest. Heizungsanlage, Elektrik und Sanitäranlagen werden ebenfalls modernisiert, die alten Fenster – zum Teil noch Einfachverglasung – wurden ersetzt und die gesamte Fassade wärmeisoliert. „Ich versuche, 80 bis 90 Prozent selber zu machen“, berichtet Rolf Kleinhans-Bukowski. Ein paar Restarbeiten stehen noch an, bevor das Gebäude nutzbar ist. Und auch ein bisschen Mobiliar fehlt noch. Eine Küche (fast geschenkt) sowie ein großer Tisch und 20 Stühle (geschenkt) sind allerdings schon da.

Kleinhans-Bukowski freut sich sehr, dass sein Haus ein Begegnungszentrum werden soll. Er kennt derartige gemeinnützige Treffpunkte auch aus Schweden, wo er und seine Frau einige Zeit gelebt haben, und hatte gehofft, dass sich hier etwas Ähnliches realisieren lässt, „um die Gemeinschaft etwas zusammenzuhalten“. Mit dem Gemeinwesenprojekt von Diakonie Diepholz-Syke-Hoya, Gemeinde und Kirchengemeinde Wagenfeld hat er einen passenden Partner gefunden.

Heike Cording, Astrid Holtz und Sieglinde Wemmel von Lebendiges Wagenfeld, die ebenfalls an dem Projekt mitwirken, sind ihrerseits begeistert. „Es gibt große und kleine Räume. Da gibt es so viele Möglichkeiten.“

Einen der kleineren Räume haben sich Rüdiger Fäth und Ann-Christin Leymann bereits als feste Beratungsstelle der Diakonie ausgeguckt. Diakon Fäth könnte sich vorstellen, dort zweimal in der Woche eine offene Sprechstunde für psychosoziale Beratungen anzubieten. Sie soll zum Beispiel Anlaufstelle für Menschen sein, die mal über die Dinge reden möchten, die sie belasten, und vielleicht nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen, oder die das Gefühl haben, dass in ihrem Leben etwas schief läuft, aber nicht genau benennen können, woran es liegt. Die Berater der Diakonie können dann helfen, Licht ins Dunkel zu bringen, und bei Bedarf Kontakt zu spezialisierten Beratungsstellen vermitteln.

Als zweites Angebot soll in dem Gebäude der „Oma-Opa-Hilfsdienst“ der Arbeitsgruppe „Jung & Alt“ angesiedelt sein. Dabei übernehmen Senioren stundenweise die Betreuung von Kindern, um die Familien bei Engpässen zu entlasten.

Eine Umfrage in Kitas und Schulen in Wagenfeld und Ströhen hatte ergeben, dass ein Bedarf in den Familien besteht, und die ersten Senioren haben laut Mitinitiatorin Heike Cording ebenfalls bereits Interesse bekundet. Weitere Interessierte, die Lust haben, die ein Generationen-Netzwerk mit aufzubauen, können sich bei Heike Cording, Tel. 05444/5685, melden oder einfach zum nächsten Treffen der Arbeitsgruppe am Mittwoch, 17. November, ab 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Oppenweher Straße 18, kommen.

Von Melanie Russ

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