Der Chef kommt zu Besuch

Pastor Schweitz freut sich auf Visitationen der Kirchengemeinden Rehden-Hemsloh und Barver

In der Kirche „Zum Guten Hirten“ in Rehden wird die Visitation der Kirchengemeinde Rehden-Hemsloh beginnen, von der sich die Kirchengemeinde auch neue Impulse für die künftige Arbeit erhofft.
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In der Kirche „Zum Guten Hirten“ in Rehden wird die Visitation der Kirchengemeinde Rehden-Hemsloh beginnen, von der sich die Kirchengemeinde auch neue Impulse für die künftige Arbeit erhofft.

Rehden/Barver – Kontrollbesuch vom Chef – das sorgt nicht immer für Begeisterung. Doch Pastor Dimitri Schweitz sieht der anstehenden Visitation des verbundenen Pfarramts Rehden-Hemsloh und Barver durch Superintendent Marten Lensch durchaus positiv entgegen.

„Es ist gut, wenn jemand von außen schaut, was läuft in der Gemeinde ab, welche Probleme, Stärken und Möglichkeiten hat sie“, so Schweitz. „Früher war die Kontrolle der Kirchengemeinden der Hauptgedanke“, blickt der Pastor zurück. Das habe sich aber längst geändert. Heute gehe es auch, darum zu erfahren, was die Menschen in der Gemeinde bewegt. Der Austausch des Superintendenten mit Vereinen, Institutionen und anderen Akteuren vor Ort spielt darum bei den jeweils einwöchigen Visitationen ebenso eine wichtige Rolle wie die Überprüfung der korrekten Amsführung des Pastors und der ordnungsgemäßen Arbeit des Kirchenvorstands. „Visitation ist etwas Freundliches, das Impulse gibt“, sagt Pastor Schweitz. Es sei gut, wenn jemand von außen komme, der auch eine leitende Position habe. Und für den Superintendenten sei es eine gute Gelegenheit, seinen Wirkungskreis besser kennenzulernen.

Den Ablauf der Visitation verantwortet der Kirchenvorstand. „Wir haben als Kirchengemeinde schon einen Bericht vorgelegt“, berichtet Pastor Schweitz. Darin seien unter anderem statistische Daten, die Strukturen der beiden Kirchengemeinden und die Aktivitäten der ehrenamtlich Tätigen aufgeführt. Die Visitation beginnt in Rehden (27. Juni) und Barver (4. Juli) jeweils mit einem Visitationsgottesdienst, in dessen Anschluss der Superintendent für den Austausch mit den Teilnehmern bereitsteht. In den folgenden Tagen sind Treffen mit Vertretern verschiedener Vereine und Institutionen wie Schulen, Kitas und den Bürgermeistern vorgesehen, bei denen sich Marten Lensch anhören wird, wo die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde gut läuft und wo sich die Beteiligten vielleicht auch mehr oder etwas anderes wünschen würden.

„Die Zusammenarbeit der beiden Kirchengemeinden wird auch ein Thema sein“, ist Pastor Schweitz sicher. Sie funktioniere schon gut, aber vielleicht gebe es Dinge, die man noch besser machen kann. In der Diskussion könnte es zum Beispiel darum gehen, ob das ein oder andere durch eine Zusammenlegung effizienter wäre oder ob gewisse Angebote unbedingt in jeder Gemeinde erhalten werden müssen.

Das Ergebnis der Visitation wird kein vager Leitfaden für künftiges Handeln, sondern durchaus verbindlich sein. Nach etwa einem Jahr wird laut Pastor Schweitz Bilanz gezogen und geschaut, ob die Vorschläge aus der Visitation umgesetzt wurden, ob sie funktionieren oder warum einige Vorschläge vielleicht nicht realisiert werden konnten.

Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers sieht vor, dass in den Kirchengemeinden etwa alle sechs Jahre eine Visitation erfolgt. In den Kirchengemeinden Rehden-Hemsloh und Barver war sie eigentlich schon im vergangenen Jahr vorgesehen, wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben.

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